Eine Hackergruppe hat offenbar große Mengen gestohlener Daten des Landes Berlin im Darknet veröffentlicht. Zuvor hatten die Angreifer ein Lösegeld in Höhe von 30 Bitcoin (BTC) gefordert – umgerechnet rund zwei Millionen Euro.
Wie der rbb berichtet, lief ein von den Erpressern gesetztes Ultimatum am Freitagnachmittag aus. Anschließend sollen die Hacker die zuvor gestohlenen Dateien zum Download bereitgestellt haben. Dabei soll es sich um rund 1,4 Millionen Dateien in mehreren Paketen handeln. Die Angaben ließen sich zunächst nicht vollständig überprüfen. Eine Anfrage von BTC-ECHO an die Berliner Senatskanzlei blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
Unter den veröffentlichten Dokumenten sollen sich unter anderem Arbeitszeugnisse, Ausschreibungen, Mitarbeiterbeurteilungen und Personalakten befinden. Sicherheitsbehörden und IT-Forensiker untersuchen die Daten derzeit.
Berlin wollte Bitcoin-Lösegeld nicht zahlen
Die Daten waren Mitte August bei einem Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz erbeutet worden. In der Folge forderten die Täter 30 Bitcoin als Lösegeld. Der Berliner Senat hatte mehrfach erklärt, sich nicht erpressen lassen und die geforderte Summe nicht zahlen zu wollen.
Nach Ablauf des Ultimatums beendeten die mutmaßlichen Angreifer die zuvor auf ihrer Darknet-Seite eingerichtete “Auktion” und stellten die Dateien nach eigenen Angaben öffentlich zur Verfügung.
