Die US-Privatwirtschaft hat im August weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Laut ADP kamen 38.000 Arbeitsplätze hinzu, Analysten hatten mit 47.000 gerechnet. Der Juli-Wert wurde um 46.000 Stellen nach oben revidiert. Damit fiel der Beschäftigungszuwachs so gering aus wie seit Januar nicht mehr.
US-Arbeitsmarkt verliert weiter an Schwung
Getragen wurde der Stellenaufbau vor allem vom Bildungs- und Gesundheitssektor mit 45.000 neuen Arbeitsplätzen. Auch Freizeit und Gastronomie sowie die Baubranche legten zu; in der Industrie und bei unternehmensnahen Dienstleistungen ging die Beschäftigung dagegen zurück.
Bei den Löhnen gab es laut dem ADP-Bericht kaum Bewegung. Beschäftigte, die ihrem Arbeitgeber treu blieben, erhielten drei Prozent mehr Grundgehalt als vor einem Jahr; einschließlich Boni, Provisionen und weiterer Einkünfte lag der Zuwachs bei 4,4 Prozent.
Was die schwachen Jobdaten für Bitcoin bedeuten
Die Daten liefern der US-Notenbank ein weiteres Argument, die Entwicklung am Arbeitsmarkt genau zu beobachten. BTC‑ECHO‑Marktexperte Stefan Lübeck hatte bereits vor der Veröffentlichung erklärt, ein schwacher ADP-Bericht könne von Investoren “als Bestätigung einer anhaltenden Abkühlung am US-Arbeitsmarkt” gewertet werden.
Kurzfristig könnte das die Finanzmärkte belasten; mittelfristig steigt jedoch der Druck auf die Fed, mit niedrigeren Zinsen gegenzusteuern. Für Bitcoin wäre eine lockerere Geldpolitik grundsätzlich positiv. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 76.500 US-Dollar und damit 1,4 Prozent tiefer als vor 24 Stunden.
Am Freitag folgt der offizielle US‑Arbeitsmarktbericht. Erwartet werden 53.000 neue Stellen bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Die nächste Fed-Sitzung findet am 16. September statt.
