Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) prüft offenbar, ihr Verbot von Prediction Markets für Privatanleger zu lockern. Wie die “Times” berichtet, stünde die Behörde dazu im Austausch mit entsprechenden Anbietern. Von einer möglichen Änderung würden unter anderem die Prognose-Plattformen Polymarket und Kalshi profitieren.
Grundlage der bisherigen Beschränkung ist ein seit 2019 geltendes Verbot sogenannter binärer Optionen für Privatanleger. Da Prediction Markets ebenfalls Ereigniskontrakte mit binären Ausgängen anbieten, etwa auf politische Wahlen, Sportereignisse oder das Wetter, fallen sie unter die Regelung. Unternehmen dürfen solche Produkte britischen Privatanlegern weder verkaufen noch vermarkten.
Bei Einführung des Verbots hatte die FCA binäre Optionen noch deutlich kritisiert. “Binäre Optionen sind Glücksspielprodukte, die als Finanzinstrumente verkleidet sind”, erklärte der damalige FCA-Direktor Christopher Woolard.
Ob und in welcher Form die Behörde ihre Regeln tatsächlich ändern wird, ist bislang offen. Laut “Times” nutzen britische Anleger bereits heute VPN-Verbindungen, um die Beschränkungen zu umgehen und auf Plattformen wie Polymarket und Kalshi zu handeln.
