Günstige Gesetze Ripple Labs (XRP): Gelingt die Krypto-Wende in Wyoming?
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Wyoming

Quelle: Shutterstock

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Der US-Bundesstaat Wyoming genießt aufgrund seiner eher Krypto-freundlichen Gesetzgebung einen gewissen Sonderstatus. Das macht sich jetzt auch das Unternehmen Ripple zunutze.

Der Clinch der Ripple-Inhaber mit der US-Börsenaufsicht SEC aufgrund mutmaßlicher Informationstäuschung der Anleger dauert weiterhin an. Viele Plattformen haben mittlerweile darauf reagiert und den Handel mit Ripple (XRP) ausgesetzt. Nun hat Ripple Labs, wie andere Krypto-Unternehmen auch, eine Niederlassung in Wyoming registriert.


Laut den Aufzeichnungen des Wyoming Secretary of State ist der Status von Ripple Markets WY LLC als lokales Unternehmen nach einer ersten Anmeldung im Februar 2020 als “aktiv” aufgeführt. Als “limited liability company” in Wyoming wird der eingetragene Vertreter von Ripple in Cheyenne ansässig sein. Die Wall Street-Veteranin und Krypto-Expertin Caitlin Long ergriff sogleich auf Twitter das Wort.

Warum so viele Krypto-Unternehmen nach Wyoming umziehen? [Bei uns gibt es] keine staatliche Körperschaftssteuer und keine Franchise-Steuer. Krypto-Geschäfte sind befreit von Grundbesitz- und Umsatzsteuer, unsere Handelsgesetze klären die Rechtslage von Krypto-Handel eindeutig. Krypto-freundliche Banken öffnen bald, die Bürger haben Zugang zu Krypto-offenen Regierungsbehörden. Alle Gesetze sind Open Source verfügbar.

Caitlin Long

Mit der Aussage zu Krypto-freundlichen Banken spielt Long gewiss auf die Krypto-Börse Kraken an. Diese erhielt im September letzten Jahres eine Lizenz für den Betrieb als Bank in den USA. Für diese Zulassung hat sich folgerichtig Avanti besonders stark gemacht, das Unternehmen, als dessen CEO Caitlin Long mittlerweile fungiert. Ein ironischer Nebenschauplatz ist es allerdings, dass auch Kraken zu denjenigen Plattformen gehört, die den Handel mit Ripple (XRP) ausgesetzt haben.


Senatorin Lummis könnte für Trendwende sorgen

Gleichwohl hat es derzeit nicht den Anschein, dass Ripple seinen Hauptsitz in den Krypto-freundlichen Staat verlegen wird, da die Hauptniederlassung immer noch in San Francisco gelistet ist. Allerdings haben sowohl Ripple-Mitbegründer Chris Larsen als auch CEO Brad Garlinghouse einige Andeutungen gemacht. Sie sind mit dem Mangel an regulatorischer Klarheit in Bezug auf den Kryptomarkt auf Bundesebene in den Vereinigten Staaten unzufrieden. Das ist angesichts des weiter schwelenden Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC natürlich auch nicht weiter verwunderlich. 

Wyoming steht nicht nur bei Ripple hoch im Kurs. Nach dem Mega-Investment von Tesla in Bitcoin hat die Senatorin Cynthia Lummis höchstselbst Elon Musk geradezu eingeladen, eine Dependance seines Unternehmens in Wyoming zu eröffnen. Die Hoffnungen der Krypto-Community ruhen auf Lummis, die derweil in den US-Senat einziehen konnte und dort – so die Hoffnungen – für frischen Wind sorgt. Dies ist angesichts der bisher eher trägen Einstellung des Regierungsapparates den Kryptomarkt betreffend auch bitter nötig. 


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