Regulierungs-ECHO Regulierung statt Adaption: Bitcoin-Bullrun trifft auf staatliche Skepsis
David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin-Münze in einem Netz

Quelle: Shutterstock

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Angesichts des anhaltenden Bitcoin-Höhenflugs wird sich manch Krypto-Enthusiast bestätigt fühlen. Dem Bitcoin als ernstzunehmende Alternative zu Dollar, Euro oder Yuan erteilen die staatlichen Währungshüter und Wirtschaftslenker jedoch weiter eine Absage. Regulierung statt Adaption heißt hier die Devise. Ob Christine Lagarde, Janet Yellen oder den Vereinten Nationen – auf höchstem politischem Parkett herrscht weiter ein skeptischer Tenor.

Geldwäsche, Terror, Drogenhandel: EZB-Präsidentin Lagarde und US-Finanzministerin Yellen setzen auf Regulierung

Die weibliche Doppelspitze der westlichen Wirtschaftswelt erteilt Kryptowährungen weiter eine Absage. Regulierung statt Adaption heißt die Devise von Europäischer Zentralbank und US-Finanzministerium. Diese Haltung bekräftigte zuletzt EZB-Präsidentin Christine Lagarde vergangene Woche im Rahmen einer Online-Konferenz. Dabei unterstrich die oberste Währungshüterin der Eurozone, sie sehe Bitcoin nicht als echte Währung an. Ähnlich schallte es von der anderen Seite des Atlantiks. Vom Wachwechsel im Weißen Haus hatten sich viele eigentlich eine Öffnung in Richtung Krypto-Space versprochen. Zuletzt unterstrich jedoch auch US-Finanzministerin Janet Yellen ihre Skepsis. Zwar könne sie das Potenzial neuer Technologien erkennen. Kryptowährungen seien jedoch das Werkzeug der Wahl von Drogenschmugglern und Terroristen. Angesichts dessen brauche es baldige Gesetzesanpassungen.


UN-Bericht: Nordkorea stiehlt Bitcoin, um Atomprogramm zu finanzieren

Dass Yellen und Lagarde mit ihren Äußerungen nicht gänzlich im Trüben fischen, zeigt der jüngste Bericht, den Cyber-Ermittler nun dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt haben. Darin erheben die Experten schwere Vorwürfe gegenüber Nordkorea. Laut ihrem Bericht würde die im Westen als Schurkenstaat verrufene Diktatur Kryptowährungen nutzen, um sein mit Sanktionen belegtes Atomprogramm zu finanzieren. Hierfür hätten es staatliche Hacker unter anderem auf Krypto-Börsen wie KuCoin abgesehen. Diese sei den findigen Staatsdienern aus Pjöngjang im vergangenen Jahr zum Opfer gefallen.

Bitwise reicht Krypto-ETF-Antrag ein: Wird die SEC weich?

Ähnlich wie ihre Vorgesetzten im Finanzministerium galt auch die US-Wertpapieraufsicht SEC bis zuletzt als stoischer Krypto-Gegner. Nun vermuten Beobachter ein baldiges Umdenken der Behörde. Anlass zu solcher Spekulationen liefert der jüngste Antrag eines Krypto-ETFs, der zuletzt vom Fondsmanager Bitwise vorgebracht wurde. Angesichts des Bitcoin-Bullruns hoffen Unterstützer auf den Segen aus Washington. Dass sie sich nicht grundlos Chancen ausmalen, zeigen wiederum die jüngsten Aussagen von SEC-Kommissarin Heister Pierce. Gegenüber dem US-Branchendienst Coindesk verkündete sie zuletzt, die Finanzmärkte seien bereit für Bitcoin-Papiere.


US-Senatorin lädt Tesla-Chef Elon Musk ein, nach Wyoming umzuziehen

Glaubt man Analysten, sollen die Krypto-Investments von Tesla maßgeblichen Anteil an den jüngsten Kurssprints haben. Dessen Chef Elon Musk erhielt eine Einladung der US-Senatorin Cynthia Lummis, in ihren Heimatstaat Wyoming umzuziehen. Mit einer unternehmerfreundlichen Gesetzeslage mausert sich der republikanisch regierte Bundesstaat schon seit geraumer Zeit zum Blockchain-Pionier der USA. Die Zelte abbrechen, dem Silicon Valley den Rücken kehren und das Glück in den Rocky Mountains suchen – was wohl lange wenig mehr als ein Gedankenspiel schien, werden Musk nach seinen unerwarteten Investments heute immer mehr Menschen zutrauen.

GameStop-Gate und Dogecoin-Rallye – Ist das eigentlich Marktmanipulation?

Derweil attestieren zahlreiche Beobachter – allen voran der NYU-Professor und berühmte Bitcoin-Kritiker Nouriel Roubini – Musk und anderen Investoren “unverantwortliches Verhalten”. Sie mahnen gegenüber Bitcoin, Dogecoin oder auch der GameStop-Aktie mögliche Marktmanipulation. Doch haben solche Vorwürfe Hand und Fuß? Fachanwalt Lutz Auffenberg nimmt die Kritik in seinem Gastbeitrag für BTC-ECHO unter die Lupe.

Indien bereitet sich auf Krypto-Verbot vor

In Indien scheinen indes alles Zeichen auf ein kommendes Krypto-Verbot zu deuten. Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht eine vollständige Verbannung von Bitcoin & Co vor. Indern soll das Gesetz künftig jeden Handel, Mining aber auch persönliche Investments verbieten. Berichten zufolge sollen ortsansässige Krypto-Halter nun eine drei- bis sechsmonatige Frist erhalten, um Kryptowährungen in heimische Rupien umzutauschen. Eine gänzliche Abkehr von Blockhain-Technologie stellt die Initiative jedoch nicht dar: So sieht das Gesetz ebenfalls die Entwicklung einer eigenen Digitalwährung durch indische Zentralbank RBI vor.


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