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Burning Bridges Polkadot löst eines der größten Probleme des Web 3.0

Polkadot veröffentlicht nach langer Arbeit XMC – ein “Freihandelssystem für Blockchains”. Es ebnet Web 3.0 den Weg in eine neue Ära.

Giacomo Maihofer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Polkadot

Beitragsbild: Shutterstock

Zwischen der Erhöhung des Leitzinses und den steigenden Krypto-Kursen ist gestern eine der wichtigsten Meldung für die Branche fast komplett untergegangen. Polkadots Parachain-System wird um eine neue Funktion erweitert, ein Cross-Konsens-Messaging-System (kurz XCM). Es ermöglicht die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Blockchains. Es ist ein kleiner Schritt für den Gründer von Polkadot, Gavin Wood. Und ein ganz großer für das Web 3.0. Denn XCM könnte in naher Zukunft eines der größten Probleme der Branche lösen: die Abhängigkeit vieler Plattformen von sogenannten Blockchain-Brücken.

In Web 3.0 müssen unterschiedliche Blockchains wie Ethereum oder Solana oft miteinander interagieren. Von Natur aus sind sie dazu nicht in der Lage, aufgrund etlicher Unterschiede in ihrem Design. Viele Plattformen nutzen dazu Blockchain-Brücken. Sie erlauben eine Kommunikation zwischen nativen Blockchains, mithilfe unterschiedlicher Tricks. Und zu einem sehr hohen Preis.

Polkadot vs. Blockchain-Brücken

Besonders im DeFi-Sektor offenbarte sich zuletzt das gigantische Sicherheitsrisiko von dieser Brücken. Laut der Analyseplattform decentralizefinance.com existieren hier inzwischen über 70 Stück. Durch sie fließt Kryptogeld im Wert von 25 Milliarden US-Dollar.

Mit nur drei Angriffen auf solche Brücken stahlen Hacker in den letzten Monaten fast 1,5 Milliarden US-Dollar, beispielsweise 625 Millionen US-Dollar beim schlimmsten DeFi-Raub der Geschichte im März 2022, dem Hack des populären Play-To-Earn-Videospiels, Axie Infinity. Die ganzen Hintergründe über diesen beispiellosen Raubzug und die Gefahr von Blockchain-Brücken für die Branche lest ihr im aktuellen Heft.

Alle Sicherheitsexperten, mit denen BTC-ECHO in den vergangenen Monaten sprach, waren sich einig: Die Hacks auf Brücken werden weitergehen und weiterhin desaströse Konsequenzen zeitigen. Sie sind ein leichtes und sehr lukratives Ziel. Am drastischsten warnte Vitalik Buterin, der Gründer von Ethereum, im Januar 2022 in einem Blogpost vor den Folgen. Langfristig könnten sie aus seiner Sicht das gesamte Ökosystem gefährden:

Wenn hundert Blockchains mit eigenen dApps existieren und diese durch Brücken voneinander abhängig werden, dann reicht eine Attacke auf eine dieser Chains, um das ganze System zu infizieren.

Vitalik Buterin

Polkadot weist einen Ausweg aus dieser verhängnisvollen Situation. Seit der Erfindung in 2016 arbeitet das Projekt rund um den Ethereum-Mitgründer Gavin Wood an einer sicheren und schnellen Plattform für den Austausch unter Blockchains – ganz ohne Brücken, über sogenannte Parachains. Eine tiefgehende Analyse des Systems lest ihr in Heft 3 des BTC-ECHO-Magazins.

Polkadot und seine Community feiern XMC bereits als die Zukunft von Web3.0, den Anfang einer neuen Blockchain-Ära. Zum Release am Mittwoch, dem 4. Mai 2022, erklärte einer der technischen Leiter des Parachain-Systems, Hoon Kim:

Ich sehe traditionelle Smart Contracts auf isolierten Blockchains wie ein Königreich, das von Mauern umgeben ist. Dann haben wir Brücken, die wie eine Handelsroute sind, die diese Nationen miteinander verbunden hat. Jetzt haben wir XCM. Es ist das Freihandelsabkommen für Blockchains.

Hoon Kim, technischer Leiter bei Polkadot

Anders als Polkadots Community reagiert der Markt bisher nicht nennenswert auf den historischen Meilenstein. Der Kurs von Polkadot stieg seit Release von XCM am Mittwoch um zehn Prozent und performte damit im generellen Aufwärtstrend durchschnittlich gut. Wenn ihr Polkadot selbst kaufen wollt, könnt ihr das auf Krypto-Börsen wie Binance oder eToro tun.

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