Petro Gold – ein Akt der Verzweiflung
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: gold panning in a glacial river in Austria, separate heavy and light material, searching gold via shutterstock

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Venezuela hat den Launch seines zweiten ICOs verkündet. Mit Petro Gold soll die zweite staatlich kontrollierte, ressourcengebundene Kryptowährung kommen. Aufgrund des bis jetzt erfolgreichen Pre-Sale des ölgebundenen Petro will Präsident Maduro offenbar noch mehr Geld in die Staatskassen spülen. Dabei ist jedoch nicht klar, ob das Land tatsächlich über die nötigen Goldreserven verfügt, um die Kryptowährung zu decken.

Nachdem der Petro gerade noch im Pre-Sale steckt, kündigt Venezuela schon dessen Nachfolger an. Petro Gold soll da weitermachen, wo Petro noch nicht einmal aufgehört hat. Zur Erinnerung: Um das sozialistische Land aus der wirtschaftlichen Misslage zu ziehen, hat Venezuela begonnen, Anteile auf die erste staatlich regulierte Kryptowährung, den Petro herauszugeben. Nachdem dieser nun erfolgreich Geld in die Staatskassen gespült hat, folgt mit Petro Gold nun der Nachfolger.


Zweifel an Venezuelas Reserven

Das Prinzip von Petro Gold ist dasselbe wie bei Petro: Die Kryptowährung wird vom Staat emittiert und ist an eine Ressource gebunden. Dieses Mal ist dieser Rohstoff jedoch Gold statt Öl. Dass es sich hier offensichtlich um einen verzweifelten Versuch handelt, Geld aus dem Nichts zu schaffen, liegt auf der Hand.  Zwar gibt Präsident Maduro offiziell an, dass Gold eine „noch mächtigere“ Ressource als Öl sei. Ob diese jedoch tatsächlich vorhanden ist, bleibt ungeklärt. Letztlich ist auch das Öl, das angeblich hinter Petro steckt, eine theoretische Ressource. Momentan befindet sie sich jedoch wohl größtenteils unter der Erde.

Das Vorgehen der venezolanischen Regierung widerspricht letztlich den Grundgedanken von Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Weder sind die staatlich emittierten Coins aus Venezuela dezentral, noch transparent. So werden von der Regierung kaum Details zu Petro und Petro Gold veröffentlicht, von einer öffentlich zugänglichen Blockchain gar nicht zu sprechen. Auch für die offenbar staatlichen Reserven gibt es keinerlei Beweise. Das Einzige was offensichtlich ist, ist der verzweifelte Versuch aus dem Nichts Geld zu generieren – bisher mit Erfolg.


BTC-ECHO

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