Petro – Erster staatlicher ICO spült 735 Millionen US-Dollar in die Staatskasse

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: Coin Cryptocurrency Venezuela Petro on the background of the flag of Venezuela. via Shutterstock

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Anfang des Monats berichteten wir bereits vom anstehenden Pre-Sale des Petro – ein ölgebundener Coin, mit dem Venezuela die finanzielle Krise überwinden will. Gestern begann der Pre-Sale. Werfen wir einen Blick auf den Stand der Dinge.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Mit der landeseigenen Kryptowährung Petro will der venezolanische Präsident Nicolas Maduro US-Sanktionen umgehen und das inflationsgebeutelte Land sanieren. Auf der gestrigen Veranstaltung zum ersten Vorverkaufstag gab sich Maduro feierlich:

“Heute wird eine Kryptowährung geboren, die Superman ablösen kann.”

Der Seitenhieb auf die USA (“Superman”) passt zur aktuellen Stimmungslage. Die USA warnen davor, mit einer Investition in den Petro gegen die US-Sanktionen zu handeln. So kann man eine Investition in die venezolanische Kryptowährung als Kredit für die Regierung sehen. Erst im Sommer letzten Jahres erhöhte US- Präsident Donald Trump die Strafen für neu ausgegebene Anleihen des Landes. Dies kommentierte Maduro damit, dass seine Regierung das Opfer eines “Wirtschaftskriegs” sei, der von der Opposition mit Hilfe der US-Regierung angeführt werde.

Pre-Sale läuft bis jetzt gut, Investoren erhalten 60 % Rabatt

Der Pre-Sale startete mit der Ausgabe von 38,4 von insgesamt 100 Millionen geplanten Petros. Die ersten Investoren erhalten einen Rabatt von 60 %. Am ersten Tag sollen bereits 735 Millionen US-Dollar eingenommen worden sein. In den nächsten Monaten sollen die Einnahmen laut Maduro auf 6 Milliarden US-Dollar anwachsen. Zu den Investoren sind keine Details bekannt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters deutete der venezolanische Präsident aber an, dass sie aus dem Tourismus-, Benzin- und Ölsektor stammen könnten.


Auf der offiziellen Website, die aktuell jedoch aufgrund der massiven Aufrufe nicht erreichbar ist, finden Interessierte eine Anleitung zur Einrichtung einer Wallet und wie der Petro gekauft werden kann. Die erste staatlich herausgegebene Kryptowährung stellt in jedem Fall ein hochinteressantes Projekt dar, das es weiter zu verfolgen gilt. Hat die venezolanische Regierung mit diesem Schachzug Erfolg, könnte dies nicht nur eine disruptive Wirkung auf die bisherige Zusammensetzung der Krypto-Szene haben, sondern auch zum Vorbild für andere Staaten werden, die entweder mit einer Hyperinflation oder mit anhaltenden Wirtschaftssanktionen zu kämpfen haben.

BTC-ECHO

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