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Regulierungs-ECHO Neues Jahr, neue Regeln? Das erwartet den Krypto-Space 2022

2022 wird ein spannendes Jahr für Bitcoin und den Krypto-Space. Nicht zuletzt auch in politischer Hinsicht. Drei mögliche regulatorische Entwicklungen im Regulierungs-ECHO.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Der deutsche Bundestag.

Beitragsbild: Shutterstock

Die Ampel und Bitcoin

Das vergangene Jahr 2021 bescherte Deutschland nicht zuletzt eine neue Bundesregierung. Welche Neuerungen hält die Ampelkoalition für den heimischen Krypto-Space bereit?  Im Koalitionsvertrag kündigten die drei Partnerparteien für die Zukunft klarere Regeln im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung an. Diese sollen explizit auch für Kryptowährungen greifen. Erfreulich klingt ebenfalls die Ankündigung, dass Deutschland in den nächsten Jahren “einer der führenden Standorte” für FinTechs aller Art werden soll. Hierfür sollen insbesondere bürokratische Hürden beseitigt werden. Der Koalitionsvertrag spricht ebenfalls viel von der Blockchain-Technologie und ihrer Anwendbarkeit auf traditionelle Finanzdienstleistungen. Dennoch drängt sich die Frage auf, ob Deutschland im Jahr 2022 deutlichere Krypto-Regeln erhält. Hier setzen die Ampelpartner auf eine europäische Lösung. Mag also bei den Regierenden im Bund Gestaltungswille und eine gewisse Krypto-affinität vorhanden sein, wird es im kommenden Jahr doch letztlich an Brüssel liegen, ob der deutsche Krypto-Markt einen klaren regulatorischen Rahmen erhält.

USA nehmen Stablecoins ins Visier

Finanzinstitutionen und politische Entscheidungsträger:innen sind in den USA schon seit geraumer Zeit in eine Diskussion über Stablecoins vertieft. Denn die Sorge ist groß, dass die an Fiatwährungen geknüpften Token doch nicht so abgesichert sind, wie von den Herausgebern behauptet. Ein plötzlicher Run auf Stablecoins könnte zudem auch für die traditionelle Finanzwirtschaft verheerende Folgen haben. Um die Finanzstabilität vor einem plötzlichen Wertverfall von Stablecoins zu schützen, wollen viele in den USA die Aufsicht über derartige Kryptowährungen deshalb deutlich verschärfen.

Allein in den letzten Wochen fanden im US-Kongress mehrere Anhörungen zu dem Thema statt. Bei einer konnte die Branche ihren eigenen Take vorbringen. Insbesondere die Demokrat:innen ziehen bei der Debatte weiterhin in Erwägung, die Herausgaberechte für Stablecoins künftig auf Unternehmen mit Banklizenzen zu beschränken. Auch wenn es bei diesem Punkt noch große Uneinigkeiten gibt, ist für 2022 in den USA doch mit einer deutlichen Anhebung der Compliance-Standards für Stablecoins und ihre Herausgeberfirmen zu rechnen.

Findet die Krypto-Börse Binance ein neues Zuhause?

2021 war kein gutes Jahr für das Unternehmen Binance. Die Krypto-Börse geriet gleich in mehreren Staaten unter deutlichen Druck der Behörden. Vielerorts musste sie ihre Angebotspalette fast vollständig zusammenschrumpfen. In Deutschland bietet Binance derart ebenfalls keine Bitcoin Futures und vergleichbare Derivate mehr an. Während in Großbritannien, den USA und Kanada neu gegründete Tochterunternehmen zur Besänftigung der jeweiligen Marktwächter beitragen sollen, schließt die Börse in Singapur wohl ihre Pforten. Offen bleibt ebenfalls die Frage, in welchem Staat der Binance-Mutterkonzern beheimatet ist. Eröffnet die Bitcoin-Börse vielleicht in Bahrain im kommenden Jahr ein neues Hauptquartier?

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