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Größter Krypto-Scam OneCoin-Geldwäscher wird ausgeliefert

Einer der Mitangeklagten im OneCoin-Skandal wird an die USA ausgeliefert. Ihm wird Geldwäsche in dreistelliger Millionenhöhe vorgeworfen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 0 Minuten
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OneCoin

Beitragsbild: Shutterstock

Als weltweit größter Krypto-Scam hat OneCoin unrühmliche Geschichte geschrieben. Rund vier Milliarden US-Dollar haben Anleger durch das Betrugssystem verloren. Während die hauptverantwortliche Drahtzieherin, Ruja Ignatova, auch bekannt als “CryptoQueen”, weiter mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, hat ein britisches Gericht nun die Auslieferung eines OneCoin-Geldwäschers an die USA angeordnet.

105 Millionen US-Dollar soll der Angeklagte Christopher Hamilton über das Unternehmen Viola Asset Management für OneCoin gewaschen haben. Eingezahlt wurden die Gelder von Gilbert Armenta, einem Finanzier aus Florida, der mit Ignatova in Verbindung gestanden sein soll. Die Konten wurden von Hamilton kontrolliert, Compliance-Beauftragter des Unternehmens war der Mitangeklagte Robert McDonald. Laut Anklage sollen Hamilton und McDonald zudem 32 Millionen US-Dollar von Armenta gestohlen haben.

“Schwere grenzüberschreitende Kriminalität”

Ein Großteil des Schadens sei Großbritannien entstanden, argumentierte die Verteidigung, die eine Auslieferung an die USA verhindern wollte. Richter Rimmer zufolge handle es sich jedoch um “schwere grenzüberschreitende Kriminalität”, die “Interessen der Opfer des OneCoin-Betrugs” seien global. Demnach hätten “Alle Opfer, einschließlich derer in den USA, ein Interesse an der weiteren Verfolgung der am Betrug Beteiligten”.

McDonald, der seine schwerkranke Frau pflegt, darf er in Großbritannien bleiben. Eine Auslieferung würde “sein Menschenrecht auf Achtung des Familienlebens in unfairer Weise verletzen”, so das Gericht.

Der Fall wird nun zur endgültigen Entscheidung an den Staatssekretär weitergeleitet. Hamilton kann noch Berufung einlegen.

OneCoin: Das Blaue vom Himmel versprochen

OneCoin war ein zwischen 2014 und 2016 groß angelegtes Betrugssystem, das weltweit für Schlagzeilen sorgte. Anlegern wurden Kryptowährungen versprochen, die es nie gab. OneCoins wurden künstlich erzeugt, Preise manipuliert. Eine Blockchain hat es nie gegeben. Rund vier Milliarden US-Dollar haben Anleger durch die Betrugsmasche verloren – der größte Krypto-Scam überhaupt.

2017 wurde OneCoin von Behörden zerschlagen, einige Verantwortliche des international verzweigten Betrugssystems konnten seitdem festgenommen werden. Eine Schlüsselfigur aber bis heute nicht: OneCoin-Gesicht Ruja Ignatova. Sie war maßgeblich beteiligt, gründete das Unternehmen 2014 in Bulgarien, und wurde seit 2017 nicht mehr gesehen. Im Juni 2022 setzte das FBI Ignatova auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher.

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