Meinungs-ECHO Beflügelte Krypto-Kurse und verwirrte CEOs
Marlene Müller

von Marlene Müller

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Gemälde von Segelbooten im stehenden Wind

Quelle: Shutterstock

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Die Kurse steigen, die Krypto-Fans sind zufrieden. Menschen ohne Kenntnisse blamieren sich derweilen auf Twitter.

In der ausklingenden Woche scheinen sich einige Kryptowährungen mit den Regulierungsbehörden angenähert zu haben. Gleichzeitig sorgten bullishe Nachrichten bei Shiba Inu, Polkadot oder Dash für frischen Aufwind. Trotzdem hält Bitcoin die Nase weiter vorn und steuert fröhlich weiter in Richtung Allzeithoch – selbst die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar wurde in den frühen Morgenstunden des 15. Oktobers erstmals seit dem Mai-Crash wieder überschritten. Was sagen die Marktteilnehmer:innen dazu? Das Meinungs-ECHO.

Skepsis gegenüber der 21-Millionen-Grenze von Bitcoin

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte in dieser Woche der Post von Brian Cheung, der Jamie Dimon, den JPMorgan-CEO zitierte:

Diese sichtlich uninformierte Frage führte zu einer Menge Kritik an Manager:innen ohne IT Hintergrund. Darüber hinaus nahmen Bitcoiner:innen den Anlass als Gelegenheit, um auf die Besonderheit von Bitcoin hinzuweisen.

So zum Beispiel Jameson Lopp. Er ist Gründer von CASA, einem Wallet-Anbieter. Er zeigt die Einfachheit im Bitcoin-Code zur Beantwortung dieser Frage mittels Screenshot.


Gute Woche für Coinbase

Auch der Coinbase CEO Brian Armstrong zeigte sich leicht entsetzt und warf ein, dass er den Code sehr wohl gelesen habe – und ihn darüber hinaus zur Aufsetzung der Coinbase Bitcoin Node auch selbst geschrieben habe, um sicherzustellen, dass er ihn auch vollständig verstanden habe.

Zudem kann sich Brian Armstrong in dieser Woche über das zunehmende Interesse unterschiedlicher Nutzer:innen an NFTs erfreuen. Die Bekanntgabe der Coinbase-NFT-Plattform hätte nach eigener Aussage des CEOs zu einer Registrierung von einer Million Personen geführt.

Bitcoin-Konsensveränderung? Unwahrscheinlich

Der CEO von BlockTower Capital Ari Paul nahm die Frage etwas ernster und erklärte nach kurzer Kritik: “Die meisten meiner Follower kennen die Antwort darauf, aber für alle Neugierigen hier eine ehrliche, nuancierte Antwort”. In seiner mehrteiligen Antwort beschreibt er, dass das Limit per Code festgelegt sei und er es für äußerst unwahrscheinlich halte, dass daran irgendwas geändert würde. Er schreibt wörtlich in Punkt 15:

15/ TLDR, es ist rational, mehr Vertrauen in Bitcoins 21-Millionen-Limit zu haben, als in fast alles andere im Leben. Ich würde wetten, dass wir in den nächsten zehn Jahren eher eine Verfassungsänderung oder einen G7-Schuldenausfall erleben werden, als eine Änderung der Bitcoin-Konsensregeln.

Ari Paul

Made in America

Doch auch abseits des obigen Fehltrittes regt es sich im Krypto-Space. So sorgte eine Meldung der vergangenen Woche für große Freude seitens des MicroStrategy-CEOs Michael Saylor. Der scheint in Anbetracht der jüngsten Verschiebungen im Ranking der größten Bitcoin-Produzenten weltweit förmlich vor Stolz zu platzen. Denn die Nase vorn haben nun die USA – bedingt durch Mining-Verbote im bis dato führenden Reich der Mitte. Nebenbei: Deutschland befindet sich derzeit auf Rang 8 der größten Hashrate-Bereitsteller.


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