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Über 15 Millionen US-Dollar Kryptosektor wird Opfer einer Hackserie

Gehackt: Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Angriffen auf drei Kryptoprojekte. Die Opfer sind SushiSwap, Terraport Finance und die Börse GDAC.

Dominic Döllel
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Hack

Beitragsbild: Shutterstock

| Hacker machen Jagd auf Kryptoprojekte

In den vergangenen Tagen kam es zu drei Hackerangriffen im Kryptosektor. Betroffen sind die dezentrale Kryptobörse SushiSwap, die DeFi-Plattform Terraport Finance und der südkoreanische Handelsplatz GDAC. Insgesamt wurden mehr als 15 Millionen US-Dollar gestohlen. Nach der Attacke auf Euler Finance, setzten sich die Hackerangriffe im April fort.

SushiSwap mit Smart-Contract-Fehler

Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Peckshield berichtete über eine ungewöhnliche Aktivität im Zusammenhang mit der Genehmigungsfunktion in einem Smart Contract von SushiSwap. Schnell war klar: Ein Hacker nutze den Fehler innerhalb weniger Stunden, um rund 3,3 Millionen US-Dollar zu stehlen.

Jared Grey, Chefentwickler bei SushiSwap, forderte die DEX-Benutzer daraufhin auf, die Berechtigungen für alle Verträge des Protokolls zu widerrufen. Auf GitHub finden Nutzer der Börse eine Liste mit allen betroffenen Blockchain-Adressen. Kurze Zeit später vermeldete Grey einen ersten Erfolg: “Wir haben mehr als 300 ETH wiedererlangt.” Ob das Entwickler-Team auch die restlichen Gelder zurückfordern kann, bleib abzuwarten.

Terraport Finance verliert 2 Millionen US-Dollar

Auch die auf Terra Luna Classic aufbauende DeFi-Plattform, Terraport Finance, vermeldete einen Angriff auf die hauseigene Liquidity Wallet. “Das Team untersucht derzeit diesen Verstoß und es wurden Maßnahmen ergriffen, um das Protokoll zu sichern”, erklärt Terraport auf Twitter.

Sind Krypto-Investoren weniger bereit, Risiko einzugehen?

Woran das liegt und welche Auswirkungen diese Entwicklung auf den Kryptomarkt haben könnte, lest ihr im neuen On-Chain-Report.

Der Hacker hätte rund 2 Millionen US-Dollar in Terra Luna Classic (LUNC) gestohlen und das Geld bereits an Binance und andere Kryptobörsen gesendet, so die Mitteilung. Der Vorfall hat die Community in Aufruhr versetzt, weil das Projekt vor dem Start keine Wirtschaftsprüfung durchgeführt haben soll.

Kryptobörse GDAC verliert 23 Prozent der Vermögenswerte

Ebenfalls Oper einer Hackerattacke: GDAC. Die südkoreanische Kryptobörse, wickelt Token-zu-Token-Transaktionen ab. Der Handelsplatz verlor über 13,1 Millionen US-Dollar in Bitcoin, Ether, Wemix und USDT – insgesamt 23 Prozent der Vermögenswerte von GDAC.

Nach dem Angriff wurden Aus- sowie Einzahlungen gesperrt. In einer Mitteilung fordert GDAC andere Börsen dazu auf, eingehende Transaktionen von verdächtigen Adressen zu blockieren.

Krypto-Hacks immer erfolgreicher

Erst Mitte März kam es zum “Flash-Loan-Angriff” auf die DeFi-Plattform Euler Finance. Mit gestohlenen Geldern in Höhe von knapp 200 Millionen US-Dollar ist es der bisher größte Hack in diesem Jahr.

2022 erbeuteten Cyberkriminelle rund 3,8 Milliarden US-Dollar – das erfolgreichste Jahr aller Zeiten. Folgenreich waren insbesondere der Hack der Ronin-Bridge vom Blockchain-Spiel Axie Infinity und der Angriff auf das Solana-DeFi-Protokoll Mango Markets. Um nicht auch Opfer solcher Attacken zu werden, gilt es wichtige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Diese 5 Tipps sind für Krypto-Investoren besonders wichtig.

Wie eine DeFi-Plattform knapp einem Millionen-Hack entkam, lest ihr in der aktuellen Ausgabe des BTC-ECHO Magazins.

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