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Kryptowissen Dos and Don’ts im Seitwärtsmarkt

Der Kryptomarkt befindet sich im Seitwärtstrend. Obwohl sich die Kurse nicht großartig verändern, gibt es für Investoren viel zu tun.

Dominic Döllel
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Kryptomarkt

Beitragsbild: Shutterstock

| Mit über 320 Millionen Investoren gleicht der Kryptomarkt einem gigantischen Freizeitpark.

Der ansonsten wilde Kryptomarkt schlurft seit Monaten richtungslos vor sich hin. Vor allem eines fehlt: Action. Ohne die Konsensmechanismus-Umstellung bei Ethereum, die Terra-Implosion oder die Dogecoin-Achterbahn, auf die Tesla-Chef den Memecoin immer wieder schickt, fehlt es der Community an Trubel. Bitcoin schippert seit Mitte Juni als gelbes Entlein zwischen grünen 20.000 und roten 19.000 US-Dollar hin und her: Wir befinden uns im Seitwärtsmarkt.

Obwohl sich rein optisch nichts an den Kursen ändert, laufen technische Entwicklung und die Adaption von Kryptowährungen in der realen Welt weiter. Für Investoren ist deshalb vor allem eins wichtig: Nicht den Glauben verlieren. Im Folgenden die Do’s and Don’ts im Seitwärtsmarkt.

Do: Weiterbildung

Ähnlich träge wie die Fahrt auf einem Riesenrad kann es sein, sich über Kryptothemen zu informieren. Der Vorteil: Ist man erstmal ganz oben, hat man einen tollen Ausblick und weiß, welche Krypto-Achterbahn die beste ist. Do your own Research (DYOR) ist deshalb angesagt.

Besonders wichtige Informationen stehen im Whitepaper einer Kryptowährung. Darin enthalten und nicht minder relevant sind die Tokenomics. Sie beschreiben, wie eine Kryptowährung innerhalb des Projekt-Ökosystems verwendet wird oder welcher Geldpolitik, der Token folgt. Des Weiteren können dezidierte Analysen über die Mechanik von Blockchain- oder DLT-Technologie helfen, Kryptowährungen besser zu verstehen. Grundlegend kann man auch bei der Bitcoin-Vergangenheit beginnen und sich durch die Geschichte der Kryptowährung recherchieren.

Don’t: In Sicherheit wiegen

Manche Achterbahnen haben lange gerade Strecken, die hinter der nächsten Kurve abknicken und dem Fahrenden mit einem Doppel-Looping den Atem rauben. Ähnlich läuft es auch oft am Kryptomarkt. Im Mai implodierte das Terra-Ökosystem innerhalb weniger Tage. Investoren saßen damals auf einem wackeligen Turm, der 100 Prozent in die Tiefe stürzen sollte. Bis heute begreifen Anleger den Grund dafür nicht.

Im Seitwärtsmarkt heißt es also: nie auf Nummer sicher gehen. Im Zweifel kann ein solches Event auch zum Totalverlust führen. Erkennt man die Anzeichen früh genug, lassen sich entsprechende Vorbereitungen treffen.

Do: Kryptomarkt traden

Oft steht man sich an der langen Schlange des Seitwärtsmarkt die Beine in den Bauch. Für echte Experten kann es daher durchaus spannend sein, die leichten Auf- und Abwärtsbewegungen zu traden und im besten Fall etwas mehr Kapital einzusammeln.

Seitwärtsmarkt identifizieren

Ein klassischer Seitwärtsmarkt bewegt sich zwischen klar definierbaren Trendkanalkanten. Der Kurs nähert sich diesen immer wieder an und verläuft anschließend zu den Ober- bzw. Unterkanten. Orientiert man sich am Relative Strength Index, kurz RSI, (unten) erkennt man, wie sich der Kurs (oben) entsprechend den Entwicklungen des Indexes gleicht.

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Kucoin

Erreicht der RSI die 30er-Marke (unten), gilt die Kryptowährung als überverkauft. Steigt der Index auf über 70 (oben), spricht man von einer überkauften Kryptowährung. In beiden Szenarien entwickelt sich der Kurs, so die Seitwärtsmarkt-Theorie, in die entgegengesetzte Richtung.

Seitwärtsmarkt traden

Erreicht der Kurs also die Trendkanalkanten, kann eine potenzielle Strategie daraus folgern, den Kurs entweder zu “shorten” oder zu “longen”. Eine Short-Position baut man immer dann auf, wenn man darauf spekuliert, dass der Kurs demnächst fällt – bei einer Long-Position wettet man auf steigende Kurse.

Konkret heißt einen Seitwärtsmarkt zu traden also, dass man beim Erreichen des Kurses der Trendkanalunterkante eine Long-Position eröffnet und beim Erreichen des Kurses der Trendkanaloberkante eine Short-Position eröffnet. Geschlossen wird diese Position dann beim Kurswert, der der Ober- bzw. Unterkante entspricht.

Disclaimer: Einen Seitwärtsmarkt zu traden, erfordert fachlicher Expertise und sollte nicht von Anfängern betrieben werden.

Don’t: Märkte timen

“Time in the Market beats Timing the Market” – eine weit verbreitete Investoren-Mentalität. Konkret beschreibt die Phrase, dass Anleger durch ein frühes Investment mehr Rendite erwirtschaften können, als auf einen bestimmten Zeitpunkt zu warten. Die Kernaussage der nachfolgenden Strategie-Analyse: “Wenn Sie versuchen, den besten Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf vorherzusagen, verpassen Sie möglicherweise die größten Gewinne des Marktes.”

In einem Seitwärtsmarkt steckt für Investoren, die auch in Zukunft von der Kryptowährung überzeugt sind, enorm viel Potenzial. Während die Kurse relativ unverändert bleiben, können langfristige Positionen nachhaltig aufgebaut werden. Die Devise lautet: Investmentstrategie überdenken und je nach persönlicher Situation weiter investieren.

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