Marktupdate 

Krypto zieht an: Bitcoin springt wieder über 81.000 US-Dollar

Die Stimmung am Markt hat sich innerhalb weniger Tage gedreht. Auch frisches Kapital über die ETFs liefert zusätzliche Unterstützung.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt eine Bitcoin-Münze

Beitragsbild: picture alliance

| Nach einer turbulenten Woche legt der Krypto-Markt deutlich zu

Für den Krypto-Markt ist im Wochenverlauf einiges an Unsicherheit weggefallen. Am Dienstag scheiterte der Clarity Act im Senat, einen Tag später erhöhte die Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Beide Termine waren zunächst ein Rückschlag für die Hoffnung auf lockerere Rahmenbedingungen, doch zumindest weiß der Markt nun, womit er vorerst rechnen muss.

Ganz ohne regulatorischen Fortschritt blieb die Woche trotzdem nicht. Nach dem Clarity-Act-Aus kündigten SEC und CFTC an, ihre eigenen Krypto-Regeln voranzutreiben. Die SEC öffnete den Weg für den begrenzten Onchain-Handel tokenisierter US-Aktien, die CFTC lockerte parallel Vorgaben für bestimmte Softwareanbieter.

Krypto-Markt zieht zum Wochenende an

Bitcoin notiert am Samstagmorgen bei rund 81.000 US-Dollar und liegt damit 4,68 Prozent höher. Ethereum steigt um 6,93 Prozent auf 2.624 US-Dollar, Solana legt 6,8 Prozent auf rund 112 US-Dollar zu. XRP steht bei etwa 1,42 US-Dollar.

Unterstützung kam auch von den US Spot ETFs. In die Bitcoin-Produkte flossen am Freitag netto 433,02 Millionen US-Dollar, bei den Ethereum-ETFs kamen weitere 143,80 Millionen US-Dollar hinzu. Damit kehrte bei beiden Anlageklassen wieder frisches Kapital zurück.

Auffällig ist vor allem, wie schnell der Markt die Rückschläge aus dem Wochenverlauf abgeschüttelt hat. Weder das Scheitern des Clarity Act noch die erste US-Zinserhöhung seit 2023 lösten bislang einen länger anhaltenden Abverkauf aus. Auch gestiegene Renditen bei US-Staatsanleihen konnten die jüngste Erholung bislang nicht stoppen.

Ob daraus mehr wird, dürfte nun stark vom weiteren Verlauf des Iran-Krieges und vom Ölpreis abhängen. Brent schloss am Freitag bei 103,36 US-Dollar je Barrel, nachdem der Preis zuvor noch höher gelegen hatte. Entspannt sich die Lage rund um die Straße von Hormuz und fällt Öl dauerhaft zurück, würde das auch die Inflationssorgen etwas dämpfen. Bleibt Energie dagegen teuer, könnte die Federal Reserve zu weiteren Zinserhöhungen gezwungen sein.

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