Ripple baut den XRP Ledger für Zahlungen zwischen KI-Agenten aus. Mit Version 1.1 des XRPL AI Starter Kits unterstützt das Netzwerk nun auch das Machine Payments Protocol, das von Stripe und Tempo entwickelt wurde.
Für Ripple geht es dabei um einen Markt, der gerade erst entsteht: KI-Agenten sollen künftig selbstständig Daten oder digitale Dienste kaufen und direkt bezahlen können. XRP sowie der Stablecoin RLUSD können dafür als Zahlungsmittel genutzt werden.
XRP soll bei KI-Zahlungen mitmischen
Das Prinzip ist relativ einfach: Fordert ein KI-Agent einen kostenpflichtigen Dienst an, bekommt er automatisch einen Preis genannt, bestätigt die Zahlung und erhält anschließend die gewünschte Leistung. Eine einzelne Transaktion über den XRP Ledger soll dabei laut RippleX innerhalb von drei bis fünf Sekunden abgeschlossen werden und weniger als einen Cent kosten.
Für häufige Zahlungen gibt es zusätzlich Payment Channels. Dabei muss nicht jede einzelne Nutzung sofort auf der Blockchain abgerechnet werden, stattdessen werden mehrere Zahlungen gesammelt und später zusammengeführt.
Ripple versucht damit, den XRP Ledger nicht als Insellösung aufzubauen, sondern an Standards anzuschließen, die auch außerhalb des eigenen Ökosystems genutzt werden. Neben dem Protokoll von Stripe und Tempo unterstützt das Starter Kit deshalb auch den Open Wallet Standard, über den KI-Anwendungen Wallets über verschiedene Blockchains hinweg verwalten können. Bereits seit Juni ist zudem x402 für XRP und RLUSD integriert.
Bis daraus ein größeres Geschäft entsteht, ist es allerdings noch ein gutes Stück. Die entsprechende Software befindet sich teilweise noch in der Beta-Phase, konkrete zahlende Kunden für die neue MPP-Integration wurden bislang nicht genannt. Ripple verschafft XRP und RLUSD damit zwar einen Platz in einem jungen Markt für automatisierte Zahlungen, ob Entwickler diesen Weg in größerem Umfang nutzen, muss sich aber erst noch zeigen.

