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Bitte tief Luft holen 5 Fakten, die du über Krypto-Wale wissen solltest

Immer wieder erregen Krypto-Wale Aufmerksamkeit mit Transaktionen in Millionenhöhe. Dabei manipulieren sie kleinere Investoren und tauchen oft für Jahre wieder ab. Diese fünf Fakten solltest du wissen.

Dominic Döllel
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Wal Familie

Beitragsbild: Shutterstock

| Wale können bis zu 3 Stunden und 42 Minuten unter Wasser bleiben. Im Krypto-Space sind es oft mehrere Jahre.

Stell dir vor, du schwimmst Seite an Seite mit dem größten Säugetier unserer Erde. Einem Blauwal. Deine Gefühle: Angst und Bewunderung. Ähnlich verhalten sich Investoren, wenn sie auf Wale treffen, die im Krypto-Ozean schwimmen und entweder auf- oder abtauchen.

1. Was sind Krypto-Wale?

Als Wal bezeichnet man im Krypto-Space eine Person, ein Unternehmen oder eine Blockchain-Wallet, die eine extrem große Menge an Kryptowerten besitzt. Meist sind diese Teilnehmer große Institutionen wie Hedgefonds und Bitcoin-Investmentfonds. Es kommt aber auch häufig vor, dass unbekannte Nutzer als Wal eingeordnet werden. Der Ozean dient als Metapher und stellt den Markt dar. Eine Welle gilt als Marktbewegung. Im Allgemeinen muss man, um als Krypto-Wal bezeichnet zu werden, einen Gegenwert von etwa 20 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen besitzen. Neben den Walen gibt es noch weitere Bezeichnungen.

2. Woran erkennst du Krypto-Wale?

Da auf der Blockchain jede Transaktion eingesehen werden kann, gibt es mittlerweile zahlreiche sogenannter Blockchain-Explorer. Sie ordnen beispielsweise die Wallet-Adressen nach der Anzahl der gehaltenen Kryptowährungen ein. Bekannte, gern genutzte Wal-Tracking-Tools sind beispielsweise Whale Alert oder Whale Stats. Auf Twitter erfährt man sofort, wenn eine große Transaktion vollzogen wurde.

Oft werden weitere nützliche Informationen wie die letzte Transaktion oder das Datum des letzten Logins dargestellt.

3. Verschiedene Wal-Transaktionen

Wenn einer der Wale Gelder transferiert, muss in drei Kategorien unterschieden werden. Im Folgenden schauen wir uns diese genauer an.

Wallet-Wallet-Transaktionen

Am unspektakulärsten sind Überweisungen zwischen zwei Wallets. Oft beschließen große Institutionen oder Unternehmen, ihre Kryptowährungen außerbörslich, also "Over the Counter" (OTC) zu kaufen. Der Vorteil dieses OTC-Handels ist, dass beim Kauf der Werte keine Marktbewegung stattfindet. Dennoch kann der Preis sich im Nachhinein auf eine beispielsweise große Transaktion in beide Richtungen auswirken. Als Tesla 2021 Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar kaufte, handelte es sich um einen OTC-Handel. Der BTC-Kurs schwoll aber nach Bekanntgabe des Tesla-Einsteigs trotzdem enorm an. Mehr dazu hier.

Wallet-Börse-Transaktionen

Wenn ein Wal seine Bestände von der eigenen Wallet auf die Börse transferiert, reagieren viele Investoren ängstlich. Die Furcht, der Teilnehmer könne seine Kryptowährung in Fiat-Geld tauschen und damit den Preis enorm nach unten bewegen, ist groß. "Wenn eine beträchtliche Menge eines Kryptowährungsangebots an Börsen liegt, ist es wahrscheinlich, dass die Leute, die sie halten, dies nicht langfristig tun wollen", erklärt Guy von Coin Bureau.

Es wird vermutet, dass viele Wale so den Markt manipulieren. Indem sie kleine Investoren verängstigen, stoßen diese ihre Coins ab und senken damit gleichzeitig den Kurs. Die Wale kaufen anschließend zu vergünstigten Preisen nach und sammeln gewissermaßen das von den kleineren Meerestieren abgestoßene Kapital ein. Zuletzt machte einer dieser Wale auf sich aufmerksam, indem er 3,75 Milliarden US-Dollar an eine Börse schickte.

Börse-Wallet-Transaktionen

"Wenn du siehst, dass Hunderte Millionen US-Dollar einer Kryptowährung von einer Börse in eine Wallet geschickt werden, plant derjenige, der hinter dieser Wallet steht, nicht, in absehbarer Zeit zu verkaufen", kommentiert Guy weiter. Überweisungen von einer Börse zur eigenen Wallet hingegen stimmen den Krypto-Space also bullish. Indem der Wal seine Kryptowährungen abzieht, taucht er ab und verschwindet in den Weiten des Kryptoozeans.

4. Interessante Bitcoin-Wale

Während viele der unbekannten Wale nur als Adresszeilen bekannt sind, gibt es andere, die fast schon berühmt sind. Oft gibt es sogar Communitys, die wie kleine Putzerfische hinterher schwimmen. Der bekannteste Krypto-Wal dürfte wohl Satoshi Nakamoto persönlich sein.

5. Was tun, wenn ein Krypto-Wal auf deiner Blockchain schwimmt?

Wie im echten Leben sind Wale erstaunliche Phänomene. Die schiere Größe ist verblüffend. Auch im Krypto-Kosmos beeindrucken sie immer wieder mit ihren vermögenden Wallets oder Transaktionen. Dennoch ist Vorsicht im Umgang mit ihnen geboten. Wer nicht aufpasst, kann schnell in die Tiefe gerissen werden.

Der Umgang mit Walen ist eine individuelle Entscheidung. Wer viel Kapital in einer betroffenen Kryptowährung hält, sollte sich den Auswirkungen eines Wals bewusst sein. Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass Wale durchaus auch einmal endgültig verkaufen könnten. Manchmal ist es eben wie mit Ratten auf einem sinkenden Schiff.

Disclaimer

Dieser Beitrag erschien bereits am 7. September dieses Jahres. Vor der erneuten Veröffentlichung wurde er überprüft und entsprechend angepasst.

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