Marktupdate Krypto-Crash: Bitcoin und Co. erleiden massive Verluste
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin

Quelle: Shutterstock

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Der Bärenmarkt geht weiter. Über Nacht verliert Bitcoin nochmals 13 Prozent und unterschreitet damit die 40.000er Marke.

Der Krypto-Space befindet sich im Sinkflug. Über Nacht verzeichneten fast alle Top-10-Coins mit Ausnahme von Ripple Verluste im zweistelligen Prozentbereich. Den Branchenprimus Bitcoin hat es mit einem Minus von 13 Prozent erwischt. Folglich rutschte der Kurs unter die 40.000er-Marke und befindet sich zu Redaktionsschluss bei 39.746 US-Dollar. Damit ist Bitcoin nun auf dem Niveau angekommen, zu dem das Investment Teslas Anfang Februar in die Kryptoleitwährung bekannt geworden war.


Zwar gibt es durchaus Hodler, die nun die Gelegenheit ausnutzen und Bitcoin nachkaufen. So hat beispielsweise MicroStrategy erst gestern verkündet, dass man weitere 229 BTC erworben habe. Der Bärenmarkt könnte jedoch noch weitergehen. Das zeigen Daten von Glassnode. Denn das On-Chain-Analyseunternehmen aus der Schweiz beobachtet derzeit das höchste Transfervolumen hin zu zentralisierten Börsen seit dem Corona-Crash im vergangenen Jahr. Binance verzeichnete sogar den höchsten Zufluss in seiner Geschichte. Generell können diese “Inflows” als Indikator dafür gesehen werden, dass Anleger ihre BTC-Reserven über Krypto-Börsen liquidieren wollen. Das meint auch Lex Moskovski, CIO bei Moskovski Capital auf Twitter:

22.917 #Bitcoin wurden gestern in einer einzigen Stunde auf Krypto-Börsen eingezahlt. Dieser stündliche Inflow wird nur vom März-Crash 2020 übertroffen. Die Leute haben Angst.

Lex Moskovski auf Twitter

Dennoch sieht der CIO einen starken Unterstützungsbereich zwischen 38.000 und 42.000 US-Dollar. Unterdes seien inzwischen 16.835 Bitcoin von Krypto-Börsen abgehoben worden. Moskovskis Kommentar dazu: “Jemand kauft die Angst”.


EU-Abgeordneter spricht sich für Obergrenze beim Bitcoin-Mining aus

Neben Meldungen aus China um ein Bitcoin-Verbot für chinesische Finanzdienstleister, gibt es nun auch schlechte Nachrichten aus Europa. Denn nachdem Tesla die Zahlungen mit Bitcoin einstellte und Elon Musk öffentlich den hohen Stromverbrauch der Kryptowährung bemängelte, wird nun auch die Kritik aus der EU immer lauter. So forderte beispielsweise Sven Giegold, EU-Abgeordneter der Grünen, den Ressourcenverbrauch von Bitcoin gesetzlich zu deckeln. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf ein Interview gegenüber den Zeitungen der FUNKE Mediengruppe. Darin sagte der Sprecher der Europagruppe der Grünen:

Solange Kryptowährungen kleine Sandkastenspiele waren, brauchte es keine Regulierung, man muss innovativen Technologien Raum zur Entfaltung geben. Aber wenn etwas in einer Größenordnung ökologisch schädlich wird, wie es das Schürfen von Kryptowährungen wie dem Bitcoin geworden ist, dann muss man eingreifen.

Sven Giegold gegenüber FUNKE Mediengruppe

Wie genau eine solche Deckelung aussehen soll, ließ der Politiker jedoch offen. Zudem ist es fraglich, ob eine Obergrenze in der EU die Mining-Aktivitäten weltweit beeinflussen könnten. Laut dem Cambridge Electricity Consumption Index (CBECI) ist China beispielsweise beim digitalen “Schürfen” mit einem Anteil von 70 Prozent Spitzenreiter. Zum Vergleich: Deutschland kommt in dem Ranking als erstes EU-Land nur auf 0,56 Prozent.


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