Der Geschäftsmann Brent Kovar aus Las Vegas ist wegen eines Krypto-Schneeballsystems in den USA schuldig gesprochen worden. Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft in Nevada brachte er mindestens 400 Anleger um insgesamt 24 Millionen US-Dollar. Nach einem neuntägigen Prozess befand ihn die Jury in elf Fällen des Überweisungsbetrugs, zwei Fällen des Postbetrugs und zwei Fällen der Geldwäsche für schuldig.
Im Mittelpunkt stand sein Unternehmen Profit Connect, das Anlegern hohe und vergleichsweise stabile Renditen versprach. Kovar behauptete, ein Supercomputer mit künstlicher Intelligenz erwirtschafte unter anderem mit Blockchain-Mining und weiteren Anlagen jährliche Renditen zwischen 20 und 30 Prozent.
Krypto-Betrug mit angeblichem KI-Supercomputer
Profit Connect war von Ende 2017 bis Juli 2021 aktiv. Gegenüber Anlegern stellte Kovar das Unternehmen als profitables Geschäft mit Krypto-Reserven im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar dar. Zusätzlich warb er mit einer vollständigen Geld-zurück-Garantie.
“Die Opfer in diesem Fall glaubten, an revolutionären technologischen Fortschritten beteiligt zu sein, doch es handelte sich lediglich um eine Täuschung, die durch die Lügen und Tricks von Herrn Kovar inszeniert wurde“, sagte Sonderagent Christopher S. Delzotto vom FBI-Büro in Las Vegas.
Bereits 2021 war der Fall ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten. Damals warf die Behörde Kovar und seiner Mutter Joy vor, mindestens zwölf Millionen US-Dollar von 277 Anlegern eingesammelt zu haben. Die nun abgeschlossene Strafverhandlung bezog sich auf einen deutlich größeren Schaden und mindestens 400 Betroffene.
Statt die Gelder wie versprochen einzusetzen, soll Kovar Teile davon für private Ausgaben verwendet haben. Nach Angaben der Behörden kaufte er mit Anlegergeldern unter anderem ein Haus und Geschenke für Mitarbeiter. Andere Einzahlungen wurden genutzt, um bestehende Investoren auszuzahlen.
Das Strafmaß steht noch nicht fest, die Verkündung ist für den 30. November angesetzt. Aufgrund der Schuldsprüche in insgesamt 15 Anklagepunkten drohen Kovar nach Angaben der Staatsanwaltschaft theoretisch bis zu 280 Jahre Haft.


