Behörden ermitteln 

Krypto-Betrug über 165 Millionen US-Dollar endet nach jahrelanger Flucht vor Gericht

Tausende Anleger sollen auf hohe Renditeversprechen hereingefallen sein. Jetzt nimmt der Krypto-Fall die nächste Wendung.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt einen Laptop, auf dem jemand tippt

Beitragsbild: picture alliance

| Krypto-Betrügereien nehmen weltweit zu

Nach mehr als einem Jahr auf der Flucht ist Edward Zimbardi zurück in den USA. Die US-Justiz wirft ihm vor, mit dem “The Crypto Program“ ein groß angelegtes Ponzi-System betrieben und dabei mehr als 165 Millionen US-Dollar von Anlegern eingesammelt zu haben.

Zimbardi wurde vergangene Woche aus Fidschi abgeschoben und sollte sich am Montag erstmals vor einem Bundesgericht in Los Angeles verantworten. Gegen ihn stehen unter anderem zwölf Anklagepunkte wegen Überweisungsbetrugs und zwölf weitere wegen Geldwäsche im Raum. Die Staatsanwaltschaft will zudem beantragen, dass er bis zum weiteren Verfahren in Haft bleibt.

Krypto-Betrug mit Renditeversprechen

Über Videos und Webseiten soll Zimbardi zwischen Juni 2022 und August 2023 gezielt für sein Krypto-Programm geworben haben. Anlegern stellte er dabei eine garantierte monatliche Rendite von 25 Prozent in Aussicht. Für die Teilnahme sollten sie Kryptowährungen an bestimmte Wallets senden, die nach Angaben der Ermittler von Zimbardi kontrolliert wurden.

Das eingesammelte Kapital soll jedoch nicht wie angekündigt verwendet worden sein. Mehr als 34 Millionen US-Dollar flossen laut Staatsanwaltschaft in Devisengeschäfte, bei denen hohe Verluste entstanden. Zudem sollen Einzahlungen neuer Teilnehmer genutzt worden sein, um frühere Anleger auszuzahlen.

Auch privat soll Zimbardi von den Geldern profitiert haben. Mindestens zehn Millionen US-Dollar seien unter anderem für Luxusfahrzeuge, ein Haus für seinen Sohn und Unterhaltszahlungen an seine Ex-Frau verwendet worden. US-Staatsanwalt Theodore S. Hertzberg erklärte, Zimbardi habe nach Bekanntwerden der Vorwürfe offenbar versucht, sich der Strafverfolgung durch seine Flucht ans andere Ende der Welt zu entziehen.

Die Anklage gegen Zimbardi wurde am 8. Juli erhoben. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt er als unschuldig. Das FBI sucht unterdessen weitere Betroffene des “The Crypto Program“ und hat frühere Anleger dazu aufgerufen, Informationen einzureichen, die für das Verfahren und eine mögliche spätere Entschädigung relevant sein könnten.

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