Die US-Regierung nimmt bei ihren Sanktionen gegen Iran verstärkt Kryptowährungen ins Visier. Finanzminister Scott Bessent kündigte am gestrigen 24. August neue Sekundärsanktionen an, die Einnahmequellen des Landes treffen sollen. Neben digitalen Assets richten sich die Maßnahmen gegen Technologie, Luftfahrt, Gold und Schifffahrt.
“Diese Maßnahmen weiten das Risiko von Sekundärsanktionen für jeden aus, der töricht genug ist, weiterhin Geschäfte mit diesem Regime zu machen”, sagte Bessent. Zugleich wolle die Regierung die Durchsetzung der Sanktionen beschleunigen.
USa weiten “Economic Fury” aus
Das US-Finanzministerium stimmt das weitere Vorgehen laut Bessent mit dem Außenministerium, dem Militär und internationalen Partnern ab. Für betroffene Staaten gelten demnach konkrete Fristen, innerhalb derer von den USA identifizierte Aktivitäten eingestellt werden sollen.
Die Maßnahmen sind Teil der Kampagne “Economic Fury” der Trump-Regierung gegen iranische Finanznetzwerke. Die USA hatten zuvor unter anderem Einnahmen aus dem Ölgeschäft und die Schifffahrt ins Visier genommen. Auch der Krypto-Sektor rückte dabei stärker in den Fokus.
Im Juni sanktionierten die USA Nobitex, die größte iranische Krypto-Börse. Nach Angaben der US-Regierung spielte die Plattform eine wichtige Rolle bei der Umgehung von Sanktionen, der Terrorismusfinanzierung und bei Transaktionen mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden. Bis Mai hatten die USA laut Bessent zudem Kryptowährungen im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar aus Iran beschlagnahmt.
Bitcoin-Adressen auf der Sanktionsliste
Die am Montag vorgestellten Sanktionen umfassen auch mehrere Krypto-Adressen. Darunter befinden sich Adressen mit Verbindung zu Arman Kahzadian. Nach Angaben des US-Finanzministeriums erlangte Kahzadian 2023 die Kontrolle über eine Wallet, die Bitcoin im Wert von mehr als 30.000 US-Dollar enthielt.
Mit den neuen Maßnahmen erweitert Washington damit den Kreis möglicher Sanktionsziele auf Akteure, die über digitale Assets Geschäfte mit dem Iran abwickeln oder entsprechende Einnahmequellen unterstützen.
Erst im Juli haben die USA HormuzSafe wegen mutmaßlicher Bitcoin-Zahlungen für Schiffsversicherungen in der Straße von Hormus sanktioniert. Mehr dazu hier: Bitcoin-Zahlungen für Schiffe? USA verhängen neue Iran-Sanktionen.
