Bitcoin durchbricht die wichtige Marke von 80.000 US-Dollar und erreicht damit erstmals seit Anfang Mai 2026 wieder dieses Kursniveau. Über Wochen hinweg bewegte sich die größte Kryptowährung zuvor in einer engen Seitwärtsphase zwischen 61.000 und 65.000 US-Dollar. Inzwischen hat sich das Bild deutlich verändert, denn auf Monatssicht steht Bitcoin rund 25 Prozent im Plus.
Rückenwind erhielt der Markt unter anderem durch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen ab dem 9. September deutlich auszuweiten. Im Anschluss beschleunigte sich die Bitcoin-Rallye und löste eine der größten Liquidierungswellen in der Geschichte des Krypto-Marktes aus.
Bitcoin ETFs ziehen Milliarden an
Auch die US-amerikanischen Bitcoin Spot ETFs liefern derzeit kräftige Unterstützung: Im laufenden August flossen bislang netto rund 2,38 Milliarden US-Dollar in die Produkte. Allein in der vergangenen Woche beliefen sich die Zuflüsse auf 1,92 Milliarden US-Dollar. Damit hat die Nachfrage nach den börsengehandelten Bitcoin-Produkten zuletzt deutlich angezogen.
Die Rallye beschränkt sich allerdings nicht nur auf Bitcoin. Ethereum notiert bei 2.507 US-Dollar und kommt auf Monatssicht auf ein Plus von 32 Prozent. Noch stärker entwickelte sich XRP, dessen Kurs innerhalb eines Monats um 53 Prozent zulegte.
Für den weiteren Verlauf stehen in dieser Woche wichtige Konjunkturdaten an. Am Mittwoch werden in den USA die Kern-PCE-Inflationsdaten veröffentlicht, die neue Hinweise auf den weiteren Kurs der Geldpolitik der US-Notenbank liefern könnten. Ende der Woche richtet sich der Blick anschließend auf das Jackson-Hole-Symposium.
Besonders die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag könnte für neue Bewegung an den Finanzmärkten sorgen. Neben den Konjunkturdaten bleibt auch die weitere Entwicklung des Iran-Krieges ein wichtiger Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Nach dem Sprung über 80.000 US-Dollar steht BTC damit vor einer Woche, in der gleich mehrere Ereignisse unabhängig voneinander für erhebliche Kursausschläge sorgen könnten.

