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Gesetzesverschärfung Israel schränkt Bargeld weiter ein – nächster Schritt CBDC?

Ab heute schränkt ein neues Gesetz Bargeldnutzung in Israel ein. Kommt nun der Durchbruch für Krypto?

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Geldwechsler hält Bündel Schekel in der Hand.

Beitragsbild: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand | Karl-Josef Hildenbrand

| Für Bargeldliebhaber wird es in Israel immer enger. Kommt bald der Umstieg auf eine CBDC?

Israel will sein Geldsystem weiter digitalisieren und zieht dafür die Daumenschrauben für die Nutzung von Bargeld enger. Wie aus einer Mitteilung der nationalen Steuerbehörde (ITA) hervorgeht, gelten seit dem 1. August neue Höchstgrenzen für die Verwendung von Cash. Unternehmen dürfen nur noch Bargeldtransaktionen in Höhe von 6.000 Schekel (1.760 US-Dollar) tätigen. Bei Privatpersonen liegt der Schwellenwert mit 15.000 Schekel (4.400 US-Dollar) etwas höher.

Ausnahmen gibt es etwa für Wohltätigkeitsorganisationen, religiöse Einrichtungen sowie Palästinenser aus dem Westjordanland.

Darüber hinaus sollen in Zukunft weitere Maßnahmen kommen, bei denen beispielsweise die heimische Aufbewahrung von großen Bargeldsummen von über 200.000 Schekel (58.660 US-Dollar) verboten werden soll.

Die Verschärfung folgt auf ein Gesetz, das bereits seit Januar 2019 in Kraft ist. Damit beabsichtigt Israel stärker gegen Finanzkriminalität vorzugehen. So beschlagnahmten israelische Behörden in der Vergangenheit immer wieder Krypto-Accounts, die im Verdacht der Terrorfinanzierung standen. Gegenüber der US-Nachrichtenagentur Media Line sagte ein ITA-Mitarbeiter:

Ziel ist es, den Bargeldumlauf auf dem Markt einzuschränken, vor allem weil kriminelle Organisationen in der Regel darauf angewiesen sind. Indem man dessen Verwendung einschränkt, wird die Durchführung krimineller Aktivitäten erheblich erschwert.

Kritiker bemängeln allerdings, dass sich in Israel seit Inkrafttreten des Gesetzes die Umlaufmenge von Bargeld erhöht habe.

Israel arbeitet an CBDC und Krypto-Regulierung

Derweil steht das neue Gesetz in Einklang mit den Plänen der Bank of Israel (BOI). Die Zentralbank arbeitet bereits seit Längerem an einer eigenen CBDC. Im Mai legte man ein erstes Konzept offen, wie ein “Digitaler Schekel” aussehen könnte. Im Juni folgte ein erster Feldversuch in kleinem Kreis. Eine Anfrage von BTC-ECHO zum aktuellen Entwicklungsstand und inwiefern die CBDC sein physisches Pendant gänzlich ersetzen könnte, ließ die BOI bislang unbeantwortet.

Auch im Nachbarland Palästina beschäftigt sich die nationale Währungsbehörde mit einer digitalen Zentralbankwährung. Die fragile politische und wirtschaftliche Situation lässt allerdings Raum für Skepsis.

Parallel tüftelt Israel mit Hochdruck an einem regulatorischen Rahmenwerk für Krypto-Assets. Wann man mit einer Umsetzung rechnen kann, bleibt offen.

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