Hold on for dear life: 5 Sätze, die einen Hodler auf die Palme bringen
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Quelle: shutterstock

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Hodl: In der Bitcoin-Community ist es das Meme Nr. 1. Das Mantra ist stoischer Ausdruck für die tiefe Überzeugung über die Durchsetzungskraft von Bitcoin. Denn Hodler zu sein verpflichtet; ein Verkauf der Krypto-Positionen ist ausgeschlossen. Erlaubt ist einzig der Nachkauf. So zumindest steht es im berühmten Hodler Manifesto geschrieben. Geprägt hat den Begriff einst Senior Member auf bitcointalk.org „GameKyuubi“, der nach „etwas Whisky“, scheinbar nicht mehr in der Lage war, das „hold“ richtig in die Tasten zu hauen. In dem semi-kohärenten Post schreibt er dem Trading ab, der Markt sei ja ohnehin nicht zu timen. Der Rest ist Geschichte. Höchste Zeit, dem Bitcoin-Meme Nr. 1 einen eigenen Artikel zu widmen.

„Mist, Bitcoin crasht!“ Für Hodler bedeuten sinkende Kurse vor allem eines: Shopping time! Anstatt in Panik zu verfallen, freut sich der Hodler von Welt über satte Rabatte auf Bitcoin. Denn Hodler sind nicht hier für die schnellen Gewinne, sie hodln, weil sie wissen: auf Winter folgt Frühling.


„Du solltest echt langsam verkaufen.“

Hodler verkaufen nicht. Niemals, never ever. Sie warten stoisch auf den Zeitpunkt, an dem sie mit Bitcoin ihre alltäglichen Einkäufe erledigen können.

Kurzum: Hodler denken langfristig. Sie traden nicht, sie halten. Hodln macht das Leben einfach, denn selbst erfahrene Krypto-Analysten verschätzen sich beim Markt-Timing allzu häufig. Wer sich in diesen dunklen Zeiten traut, darf gerne einen Blick auf unseren Kursindex werfen.

„Vielleicht ist Bitcoin Cash ja doch der wahre Bitcoin.“

Hodler halten ihrer Währung die Treue. FOMO-Käufe von aufstrebenden Sternen im Krypto-Kosmos sind tabu. Einzig Nachkäufe der Lieblingswährung sind erlaubt. Hodln ist eine Lebenseinstellung, keine Investmentstrategie. Einmal entschieden, weichen Hodler von „ihrem“ Coin nicht mehr ab. Exorbitante Kursgewinne von Rising Stars werden demonstrativ ignoriert, denn der gemeine Hodler zeigt sich zuversichtlich: Auf lange Sicht gewinnt „mein“ Coin.

Hodl, I must! from Bitcoin

„Ich lasse meine Bitcoin einfach auf der Exchange liegen. Da passiert schon nichts.“

Nach Artikel vier der Hodl-Verfassung ist das ein No-Go. Exchanges können gehackt werden. Nur ungern erinnern wir uns an den Mt.Gox-Hack, der die Krypto-Community in eine fast zwei Jahre währende Eiszeit stürzte. Viele Investoren verloren im Zuge des Hacks ihr gesamtes Krypto-Hab und -Gut.


Daher gilt: Der einzigen Person, der Hodler ihren Private Key anvertrauen würden, ist sie selbst. Idealerweise liegen die Coins im Cold Storage, dann kann auch wirklich nichts passieren.

Auch sogenannte Paper Wallets gelten als Cold Storage. Wie ihr eure eigene Paper Wallet erstellt, seht ihr hier im Video:

Wer noch keine eigene Hardware Wallet besitzt, darf gerne mal im BTC-ECHO Shop vorbei schauen.

„Bitcoin ist eine Blase.“

Hodler realisieren keine Verluste. Sollte die Kryptowährung Nr. 1 auf Null gehen, dann ist das eben so. Auf keinen Fall verkaufen sie vorher und nehmen Verluste mit. „Ganz oder gar nicht“, so lautet das Motto.

Übrigens: Der Krypto-ETP, den Anleger an der Schweizer Börse SIX handeln können, listet unter dem augenzwinkernden Ticker HODL.

Disclaimer: Dies sind keine Investmentratschläge. Wer in Kryptowährungen investiert, geht ein hohes Risiko ein und kann gegebenenfalls alles verlieren.



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