Zum Inhalt springen

G20-Finanzminister rufen zu multilateralen Lösungen bei Krypto-Regulierung auf

Im Vorfeld des G20-Gipfels in Japan tagten die Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Fukoka. Bei diesem Gipfeltreffen berieten sich die Regierenden neben globalen Besteuerungslösungen für die Digitalwirtschaft auch über Bitcoin und Co.. Die Finanzminister rufen die Mitgliedsstaaten zu multilateralen Regulierungen für die Krypto-Wirtschaft auf.

Polina Khubbeeva
 |  Lesezeit: 2 Minuten
Teilen
g20-japan-krypto-regulierung

Beitragsbild: Shutterstock

Am Wochenende des 8. und 9. Juni fand im japanischen Fukoka das Gipfeltreffen der G20-Finanzminister statt. Die Teilnehmer des Treffens, zu denen auch die Zentralbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer gehören, veröffentlichten im Anschluss an die Tagung ein Kommuniqué, in dem sie ihre Ergebnisse zusammenfassen.

Am Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure nahm auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz teil. Die wichtigste Neuigkeit dürfte die Ankündigung einer groß angelegten Modernisierung des internationalen Steuersystems für Unternehmen sein. Dabei steht die Verhinderung der „Steuerflucht“ durch multinationale Digitalkonzerne im Vordergrund. Aber auch zum Thema Kryptowährungen und digitale Wertpapiere beziehen die Finanzminister Stellung.

Multilaterale Regulierungsansätze erwünscht

Grundsätzlich erkennen die Teilnehmer des Gipfeltreffens an, dass „technologische Innovationen, inklusive denen, die Krypto-Anlagen zugrunde liegen, bedeutende Vorteile für das Finanzsystem liefern und damit die Wirtschaft bereichern können.“

Dennoch seien die Risiken der Krypto-Innovationen nicht außer Acht zu lassen. Vor allem Investorenschutz, Anti-Geldwäsche-Maßnahmen („Anti-Money-Laundering“, AML) und der Kampf gegen Terrorismusfinanzierung gelte es zu beachten. Konkret verwiesen die Finanzminister auf die Leitlinien der Financial Action Task Force (FATF) für den Umgang mit Kryptowährungen. Die FATF ist die international führende Arbeitsgruppe gegen Geldwäsche, der derzeit 38 Staaten und zwei internationale Organisationen angehören.

Darüber hinaus findet der Bericht des Financial Stability Board (FSB), in dem sich der Finanzstabilitätsrat zu den Auswirkungen von Distributed-Ledger-Technologien auf die internationale Finanzstabilität äußert, ausdrücklich Unterstützung. Die FSB warnt zwar vor Kapitalkonzentration in digitalen Finanzsystemen, stellt aber auch Stabilisierungspotenzial von dezentralen Finanztechnologien für die internationale Wirtschaft fest.

Weiterhin rufen die Teilnehmer des Gipfeltreffens zu internationaler Kooperation in puncto Krypto-Regulierung auf. Multilaterale Lösungen für den Bedarf nach gesetzlichen Regelungen für neue Finanztechnologien werden gefordert.

Wir bitten die FSB und die zuständigen Regulierungsinstanzen, Risiken im Blick zu haben und zusätzlich die Erarbeitung multilateraler Antworten, wo sie gebraucht werden, in Erwägung zu ziehen,

heißt es in dem Kommuniqué.

Du willst Kryptowährungen kaufen?
Wir zeigen dir in unserem Ratgeber, wie du in wenigen Minuten Kryptowährungen kaufen und verkaufen kannst.
Zum Ratgeber
Die neusten Ausgaben des BTC-ECHO Magazins
Ausgabe #61 Juli 2022
BTC-ECHO Magazin – Jahresabo
Ausgabe #60 Juni 2022
Ausgabe #59 Mai 2022
Du möchtest aktuelle News?

Melde dich bei unserem Newsletter an, um auf dem aktuellen Stand zu sein.