Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran

Patrick Pehl

von Patrick Pehl

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Patrick Pehl

Patrick Pehl arbeitet als freier Journalist in Berlin. Dort macht er auch Podcasts und erdenkt in kreativen Prozessen für verschiedene Kunden originelle PR Konzepte. Allerdings ärgert sich sich noch heute die ersten Bitcoins für einen mittelmäßigen Burger ausgegeben zu haben.

Quelle: Shutterstock

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Chainalysis erweitert seine Mechanismen, um die Transparenz im Umfeld von Kryptowährungen zu erhöhen. Grund sind neue staatliche Regulierungen in den USA.

Die Financial Action Task Force (FATF) veröffentlichte einen Entwurf, nachdem neue Leitlinien für den Handel mit Kryptowährungen beschlossen werden sollen. Der FATF gehören derzeit 38 Staaten und zwei internationale Organisationen an, unter anderem auch Deutschland und die Europäische Kommission. Mittelbar haben die aktuellen Entwürfe jedoch auf mehr als 180 Staaten Auswirkungen. Ziel der Regulierung ist die Bekämpfung von Geldwäsche sowie das Zurücktreiben der Finanzierung von Terrorismus. Viele Staaten setzten nach einer Phase des Verbots nun zunehmend auf legale Regulierung als Mittel der Kontrolle.


Das amerikanische Unternehmen Chainalysis hat sich auf die Schaffung von Transparenz spezialisiert und im Zuge der Beratungen der FATF Anpassungen bei seinen Compliance-Lösungen vorgenommen. Jetzt ist die Transaktionsüberwachung in Echtzeit bei zehn Kryptowährungen möglich. Zunächst entwickelte das Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen und New York City sein Produkt Chainalysis KYT (Know Your Transaction) für Bitcoin (BTC).

Die Compliance-Lösung zur Bekämpfung der Geldwäsche wird von mehr als 110 Unternehmen in der Kryptowährungsbranche und von Finanzinstituten in 36 Staaten weltweit eingesetzt. Außerdem wird das System zur Echtzeitverfolgung bei Strafverfolgungsbehörden eingesetzt, um Verbrechen in der digitalen Welt zu verfolgen. Die Software konnte mehr als 3.500 illegale oder betrügerische Aktivitäten identifizieren. Darunter befinden sich unter anderem Darknet-Marktplätze und große Betrügereien.

Das alte Lied: Kryptowährungen fördern Geldwäsche

Noch immer hält sich der Glaube, dass Kryptowährungen wie Bitcoin besonders gut für illegale Geschäfte geeignet sind. Dass dem nicht so ist, zeigt unter anderem der Fall um die Silk Road. Schon damals konnten Behörden durch akribisches Nachverfolgen von Transaktionen die Hintermänner dingfest machen.

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Geld beruht auf Vertrauen. Das ist eine alte, wenn auch richtige Aussage. Das gilt ebenfalls, wenn nicht noch mehr, für Kryptowährungen. Im Bereich der Kryptowährungen wird dieses Vertrauen durch Transparenz geschaffen, welche wiederum eine grundlegende Idee der Blockchain-Technologie ist.

Die globale Regulierung der Kryptowährungen ist unvermeidlich, damit dieses wirklich grenzenlose Finanzsystem Akzeptanz im Mainstream erreicht,

sagte Jonathan Levin, Mitbegründer und COO von Chainalysis.

Vor etwa einem Jahr haben wir uns entschieden, unsere Technologie komplett neu zu entwickeln, um mehr Blockchains zu unterstützen. Wir können nun schneller neue Kryptowährungen hinzufügen, was für unsere Kunden ein wichtiger Faktor bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen ist.

Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen von Chainalysis tatsächlich die Krypto-Adaption im Mainstream befördern.

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