Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran

Quelle: Shutterstock

Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran

Chainalysis erweitert seine Mechanismen, um die Transparenz im Umfeld von Kryptowährungen zu erhöhen. Grund sind neue staatliche Regulierungen in den USA.

Die Financial Action Task Force (FATF) veröffentlichte einen Entwurf, nachdem neue Leitlinien für den Handel mit Kryptowährungen beschlossen werden sollen. Der FATF gehören derzeit 38 Staaten und zwei internationale Organisationen an, unter anderem auch Deutschland und die Europäische Kommission. Mittelbar haben die aktuellen Entwürfe jedoch auf mehr als 180 Staaten Auswirkungen. Ziel der Regulierung ist die Bekämpfung von Geldwäsche sowie das Zurücktreiben der Finanzierung von Terrorismus. Viele Staaten setzten nach einer Phase des Verbots nun zunehmend auf legale Regulierung als Mittel der Kontrolle.

Das amerikanische Unternehmen Chainalysis hat sich auf die Schaffung von Transparenz spezialisiert und im Zuge der Beratungen der FATF Anpassungen bei seinen Compliance-Lösungen vorgenommen. Jetzt ist die Transaktionsüberwachung in Echtzeit bei zehn Kryptowährungen möglich. Zunächst entwickelte das Unternehmen mit Sitz in Kopenhagen und New York City sein Produkt Chainalysis KYT (Know Your Transaction) für Bitcoin (BTC).

Die Compliance-Lösung zur Bekämpfung der Geldwäsche wird von mehr als 110 Unternehmen in der Kryptowährungsbranche und von Finanzinstituten in 36 Staaten weltweit eingesetzt. Außerdem wird das System zur Echtzeitverfolgung bei Strafverfolgungsbehörden eingesetzt, um Verbrechen in der digitalen Welt zu verfolgen. Die Software konnte mehr als 3.500 illegale oder betrügerische Aktivitäten identifizieren. Darunter befinden sich unter anderem Darknet-Marktplätze und große Betrügereien.

Das alte Lied: Kryptowährungen fördern Geldwäsche


Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Noch immer hält sich der Glaube, dass Kryptowährungen wie Bitcoin besonders gut für illegale Geschäfte geeignet sind. Dass dem nicht so ist, zeigt unter anderem der Fall um die Silk Road. Schon damals konnten Behörden durch akribisches Nachverfolgen von Transaktionen die Hintermänner dingfest machen.

Geld beruht auf Vertrauen. Das ist eine alte, wenn auch richtige Aussage. Das gilt ebenfalls, wenn nicht noch mehr, für Kryptowährungen. Im Bereich der Kryptowährungen wird dieses Vertrauen durch Transparenz geschaffen, welche wiederum eine grundlegende Idee der Blockchain-Technologie ist.

Die globale Regulierung der Kryptowährungen ist unvermeidlich, damit dieses wirklich grenzenlose Finanzsystem Akzeptanz im Mainstream erreicht,

sagte Jonathan Levin, Mitbegründer und COO von Chainalysis.

Vor etwa einem Jahr haben wir uns entschieden, unsere Technologie komplett neu zu entwickeln, um mehr Blockchains zu unterstützen. Wir können nun schneller neue Kryptowährungen hinzufügen, was für unsere Kunden ein wichtiger Faktor bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen ist.

Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen von Chainalysis tatsächlich die Krypto-Adaption im Mainstream befördern.

Mehr zum Thema:

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
solarisBank gibt Bitcoin-Verwahrung bekannt
Blockchain

Die solarisBank hat die Gründung des Tochterunternehmens solaris Digital Assets bekannt gegeben. Das FinTech mit Vollbanklizenz erweitert damit sein Angebot im Bereich der Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
JPMorgan: Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen
Blockchain

Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
Stable Coin mit IWF-Orientierung: Nobelpreisträger macht Libra Konkurrenz
Altcoins

Der geplante Facebook Coin Libra bekommt Konkurrenz. Das Saga-Projekt unter Nobelpreisträger Myron Scholes soll sich am Sonderzeihungsrecht des internationalen Währungsfonds orientieren.

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
Bitcoin-Dominanz braucht Impulse – Gesamtmarktbetrachtung
Kursanalyse

Auch diese Woche tendiert die Bitcoin-Dominanz trotz einer fallenden Marktkapitalisierung weiter seitlich. Spekulationen um große Bewegungen bei Bitcoin (BTC) sorgen für Nervosität bei den Anlegern. Viele Altcoins müssen wie Bitcoin ebenfalls Kursabschläge hinnehmen.

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
Tezos-Kurs: Höhenflug beim „Ethereum-Killer“
Altcoins

Der Tezos-Kurs konnte sich innerhalb der letzten Woche durch starke Aufwärtstendenzen vom restlichen Krypto-Markt absetzen. Während der Bitcoin-Kurs etwa in den vergangenen sieben Tagen zarte Verluste von 0,69 Prozent verkraften musste, legte der Tezos-Kurs um satte 16 Prozent zu.

Regulierung, Geldwäsche: Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran
solarisBank gibt Bitcoin-Verwahrung bekannt
Blockchain

Die solarisBank hat die Gründung des Tochterunternehmens solaris Digital Assets bekannt gegeben. Das FinTech mit Vollbanklizenz erweitert damit sein Angebot im Bereich der Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Angesagt

Droht der Maker-GAU? Schwachstelle ermöglicht Millionen-Ether-Raub
Sicherheit

MakerDAO ist eine dezentrale autonome Organisation, die die Möglichkeit für Ether-Lending bietet. Doch eine Schwachstelle im Governance-System ermöglicht theoretisch, alle hinterlegten Ether zu stehlen. Droht der MakerGAU?

JPMorgan: Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen
Blockchain

Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

Deloitte-Studie: Bedarf an Identitätsmanagement für die Welt von morgen
Insights

Mit neuen Bedürfnissen der Verbraucher und Unternehmen sowie der Entwicklung innovativer Technologien steigt auch der Bedarf an einem Identitätsmanagement, das eine Schnittstelle zwischen Cybersicherheit, Compliance und Verbraucherbedürfnissen darstellt. Deloitte hat dahingehend eine Studie erhoben, die Aufschluss über aktuelle Unternehmensentwicklungen gibt und acht Qualitäten eines guten Digital-Identity-Management-Programms enthält.

Bitcoin-Kurs: Den Bullen auf der Spur – Die Lage am Mittwoch
Kolumne

Der Bitcoin-Kurs ist in Lauerstellung. Im Krypto-Markt kann bekanntlich alles passieren: Die Bullen können uns die Türe einrennen, während sich die Bären gerade noch Honig um das Maul schmierten. Doch wie ist es um das Ökosystem bestellt? Was macht Hoffnung, was sieht nicht so gut aus? Die Lage am Mittwoch.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: