Ripple baut seine Präsenz im südkoreanischen Finanzsektor weiter aus. Die Jeonbuk Bank ist laut Ripple die erste Regionalbank Koreas, die Ripple Payments einführt und damit mehrtägige SWIFT-Überweisungen durch nahezu Echtzeit-Abwicklung 24/7 für grenzüberschreitende Zahlungen ihrer Geschäftskunden ersetzt. Profitieren sollen davon vor allem Import-Export-Firmen, IT-Startups und Online-Content-Ersteller, die auf schnelle, planbare Auslandsüberweisungen angewiesen sind.
Ripples dritte Partnerschaft in Südkorea in diesem Jahr
Traditionelle Banküberweisungen laufen über das SWIFT-Netzwerk und passieren dabei mehrere zwischengeschaltete Institute, was den Prozess oft mehrere Tage in Anspruch nimmt. Ripple Payments soll diesen Umweg umgehen und Zahlungen innerhalb weniger Sekunden bis Minuten abwickeln, unabhängig von Wochentag oder Uhrzeit.
Für Ripple ist es bereits die dritte Partnerschaft mit einem südkoreanischen Finanzinstitut in diesem Jahr. Zuvor kooperierte das Unternehmen mit Kyobo Life Insurance bei der Abwicklung tokenisierter Staatsanleihen und mit Kbank, Koreas erster reiner Online-Bank, bei der Wallet-Infrastruktur. Fiona Murray, Managing Director Asia Pacific bei Ripple, sieht darin ein Zeichen für die wachsende Nachfrage koreanischer Institute nach langfristigen Infrastrukturpartnern für digitale Vermögenswerte.
XRP-Kurs bleibt unbeeindruckt
Offen bleibt, welches Asset bei Jeonbuk Bank zum Einsatz kommt. Ripple bewirbt zuletzt vor allem seinen eigenen Stablecoin RLUSD als Abwicklungsmittel für institutionelle Kunden, nicht XRP. Das ist nichts Neues: Derartige Partnerschaften bringen selten einen direkten Kursimpuls für den Token.
Am Kurs zeigt sich das deutlich: XRP fiel am Dienstag erstmals seit November 2024 unter die Marke von einem US-Dollar. Trotz der wachsenden institutionellen Anbindung war der Coin damit sowohl im Tages- als auch im Wochenvergleich der schwächste unter den großen Kryptowährungen.

