Lightning folgt später 

Bitcoin und Tether finden wieder zusammen – mehr als zehn Jahre später

Zwei der größten Namen im Krypto-Markt rücken wieder enger zusammen. Hinter der Rückkehr von USDT steckt weit mehr als ein einfacher Neustart.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Paolo Ardoino

Beitragsbild: picture alliance

| Tether ist der größte Stablecoin-Emittent der Welt

Tethers Stablecoin USDT kehrt mehr als ein Jahrzehnt nach seinem Start auf das Bitcoin-Netzwerk zurück. Möglich macht das das von Tether unterstützte Projekt Utexo, welches noch im Oktober mit der Ausgabe von USDT auf Bitcoin beginnen will. Der Stablecoin startete 2014 ursprünglich über das Omni-Protokoll auf Bitcoin, bevor sich Ethereum und später Tron zu den wichtigsten Netzwerken für USDT entwickelten.

Utexo will USDT dabei nicht einfach nur auf BTC bringen, sondern mit einem anderen technischen Ansatz arbeiten als auf Ethereum oder Tron. Über das RGB-Protokoll sollen Transaktionsdaten weitgehend außerhalb des öffentlichen Bitcoin-Ledgers bleiben, während die Blockchain vor allem den kryptografischen Eigentumsnachweis liefert.

Bitcoin bekommt mehr Zahlungsfunktionen

Für Nutzer sind vor allem drei Anwendungen geplant. Dazu gehören private USDT-Transfers, direkte Tauschgeschäfte zwischen BTC und USDT sowie Kredite, bei denen natives Bitcoin als Sicherheit hinterlegt werden kann. Ein Umweg über verpackte Bitcoin-Token wie WBTC wäre dafür nicht nötig.

Die technische Grundlage bilden Bitcoin-UTXOs, also nicht ausgegebene Transaktionsausgänge, die nach einer Transaktion übrig bleiben. RGB verknüpft die Eigentumsrechte der USDT mit diesen UTXOs, ohne sämtliche Transaktionsdetails öffentlich auf der Blockchain abzulegen.

Beim Thema Sanktionen funktioniert das Modell deshalb anders als bei USDT auf Ethereum. Utexo kann einzelne UTXOs nicht auf dieselbe Weise einfrieren, führt aber eine Blacklist für Adressen beziehungsweise UTXOs, die mit sanktionierten oder illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen. Solche Bestände könnten dann beispielsweise nicht mehr über bestimmte Bridges oder Minting-Dienste eingelöst werden.

Nach dem Start auf Bitcoin soll USDT später auch auf das Lightning Network ausgeweitet werden. Utexo prüft dabei unter anderem, ob der Stablecoin dort künftig für Gebührenzahlungen eingesetzt werden könnte. Damit würde USDT nicht nur azurückkehren, sondern auch stärker in dessen Zahlungsinfrastruktur eingebunden.

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