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BlackRock, Sequoia, Temasek und Co. So viel Geld haben institutionelle Anleger im FTX-Crash verloren

Die Implosion von FTX brachte Privatanleger um ihr Erspartes. Doch auch institutionelle Investoren haben sehr viel Geld verloren.

Daniel Hoppmann
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FTX

Beitragsbild: Picture Alliance

| In vier Jahren erlebte FTX einen rasanten Aufstieg. Ebenso schnell ging es bergab.

Der 9. November wird wohl als “Eisberg-Moment” in die Geschichte des Krypto-Space eingehen. Nicht nur zahlreiche Privatanleger dürften ihr Erspartes los sein, sondern auch viele institutionelle Anleger. Auszüge, die BTC-ECHO vorliegen, geben Aufschluss über den ungefähren finanziellen Ausfall.

Seit der Gründung fanden insgesamt acht nennenswerte Investments in FTX statt. Startpunkt ist der 11. August 2019, bei dem FTX nach Geldgebern für die Aufnahme seiner Geschäftstätigkeiten sucht. Consensus Lab, FBG Capital, Proof Systems und der Galois Capital Alpha Fund LP gewähren der jungen Kryptobörse ein Startkapital von 8 Millionen US-Dollar.

Zu den ersten Geldgebern zählt auch Binance. In einer Finanzierungsrunde im Dezember 2019 investierte das Unternehmen einen zunächst unbekannten Betrag. Das Investment gleicht FTX im vergangenen Jahr aus. Binance-CEO Changpeng Zhao bestätigte, kurz vor dem Kollaps knapp 2,1 Milliarden US-Dollar in BUSD und FTT erhalten zu haben. Letzteren Token wollte “CZ” schrittweise liquidieren, trat damit jedoch eine regelrechte Verkaufswelle los, welche Tage später in neuen Jahrestiefstkursen bei Bitcoin (BTC) mündete.

Podcast

Im März 2020 steigt Sino Global Capital in FTX ein. Die genaue Summe bleibt allerdings unbekannt. Über ein Jahr später steigen die einzigen beiden Angel-Investoren ein – NFL Football-Legende Tom Brady und Supermodel Giselle Bündchen. Laut verschiedenen Medienberichten belaufen sich die Investitionen des damaligen Ehepaares auf knapp 60 Millionen US-Dollar. Dafür werden beide Promis zu den Werbegesichtern der Kryptobörse.

FTX-Investments fallen auf null

Knapp einen Monat später meldet FTX am 20. Juli 2021 das “größte Funding der Krypto-Börsen-Geschichte”. 900 Millionen US-Dollar erhält der Handelsplatz. Der Unternehmenswert steigt schlagartig auf 18 Milliarden US-Dollar. Kaum drei Monate später fließen weitere 420 Millionen US-Dollar in die Kryptobörse.

Im Januar 2022 folgt eine Doppelfinanzierung. Einerseits erhält der US-Ableger von FTX am 26. Januar 400 Millionen US-Dollar. Fünf Tage später folgt die Muttergesellschaft mit ebenfalls 400 Millionen US-Dollar. Die Unternehmensbewertung steigt auf nun 32 Milliarden US-Dollar. Insgesamt erhält FTX etwa 1,72 Milliarden US-Dollar aus Funding-Runden. Unter den Geldgebern befinden sich unter anderem BlackRock oder auch Seqouia Capital. Letztere Risikokapitalgesellschaft schrieb seine FTX-Investments in Höhe von insgesamt etwa 213 Millionen US-Dollar gänzlich ab.

Über die Temasek Holding ist zudem auch die Singapurer Regierung in FTX investiert. Laut Forbes beläuft sich der Ausfall auf etwa 205 Millionen US-Dollar. Noch härter traf es Paradigm. Der weltweit größte Krypto-VC soll laut New York Times 278 Millionen US-Dollar verloren haben. Und auch der Ontario Teachers’ Pension Plan, eine Pensionskasse für Lehrkräfte in der kanadischen Provinz, dürfte sein 75-Millionen-US-Dollar-Investment mittlerweile abgeschrieben haben.

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