Wenn Bitcoin, Gold und Silber plötzlich kräftig an Wert verlieren, geraten viele Anleger in Panik. Robert Kiyosaki sieht darin hingegen keinen Grund, seine Investments zu verkaufen. Der Bestsellerautor von “Rich Dad Poor Dad”, der seit Jahren vor einem großen Finanzcrash warnt, hat auf X erneut erklärt, warum er bei fallenden Bitcoin-Kursen lieber nachkauft, statt sich von der Angst an den Märkten anstecken zu lassen.
Kiyosaki gehört seit Jahren zu den bekanntesten Befürwortern von Bitcoin und Edelmetallen. Diese betrachtet er als Alternative zu staatlichen Währungen, deren Geldmenge von Zentralbanken ausgeweitet werden kann. Seine Kaufentscheidung begründet er vor allem mit grundlegenden Problemen des weltweiten Finanzsystems, die seiner Ansicht nach weiterhin ungelöst sind.
Warum Robert Kiyosaki jetzt nachkauft
Eine kritische Perspektive hat der Finanzautor auf die weltweit steigende Staatsverschuldung: Allein die USA haben mittlerweile Schulden von mehr als 40 Billionen US-Dollar angehäuft. Laut Kiyosaki ist die hohe Verschuldung ein wesentlicher Grund, langfristig auf Bitcoin, Gold und Silber zu setzen.
Außerdem kritisiert er die mangelnde Kompetenz politischer und wirtschaftlicher Führungskräfte sowie das Bildungssystem. Seiner Meinung nach lernen Menschen in der Schule zu wenig darüber, wie Geld funktioniert und welche Folgen Inflation und eine steigende Geldmenge für ihre Ersparnisse haben können. Staatliche Währungen bezeichnet er regelmäßig als “Fake Money”, weil deren Menge im Gegensatz zu Bitcoin oder Gold nicht von Natur aus begrenzt ist.
Der Erfolgsautor gilt allerdings vielen als Crash-Prophet und hat regelmäßig schwere Einbrüche an den Aktien- und anderen Finanzmärkten vorausgesagt. Ein von ihm wiederholt angekündigter großer Finanzcrash ist in den vergangenen Jahren ausgeblieben. Stattdessen legte der S&P 500 innerhalb der letzten fünf Jahre um 64,16 Prozent zu, während der Nasdaq um 77,46 Prozent stieg.
