Russlands größte Wertpapierbörse startet den Handel mit Kryptowährungen. Ab dem 1. Dezember können an der Moscow Exchange erstmals Bitcoin, Ethereum und USDT gehandelt werden. Möglich macht das die neue Krypto-Regulierung, die seit September den Handel über regulierte Anbieter erlaubt. Zahlungen mit Kryptowährungen bleiben dagegen weiterhin verboten.
Der Zugang ist für Investoren jedoch beschränkt. Privatanleger dürfen Kryptowährungen für höchstens 300.000 Rubel im Jahr kaufen, wie die Börse mitteilte. Das entspricht rund 3.700 US-Dollar. Qualifizierte Investoren werden nicht durch diese Grenze eingeschränkt.
Handel trotz westlicher Sanktionen
Fragen wirft vor allem die Aufnahme von USDT auf. Sowohl die Moscow Exchange als auch das National Clearing Centre stehen seit 2024 auf der US-Sanktionsliste. Auch die Europäische Union setzte die Moskauer Börse auf ihre Sanktionsliste. Tether wiederum friert USDT-Adressen ein, die mit sanktionierten Personen oder Unternehmen in Verbindung stehen. Wie der Stablecoin unter diesen Voraussetzungen über die Moskauer Börse gehandelt werden soll, ist bislang unklar.
Mit dem Start setzt Russland seine im September beschlossene Krypto-Regulierung, die den Handel mit Kryptowährungen unter Auflagen erlaubt, praktisch um. Dahingehend eingeschränkt wird der direkte Handel zwischen Privatpersonen. Kryptowährungen dürfen dann grundsätzlich nur noch über zugelassene Broker und registrierte Börsen gehandelt werden. Welche Regeln Russland für den Krypto-Handel einführt und was sich bei der Selbstverwahrung ändert, lest ihr hier: Russland verbietet direkten Krypto-Handel


