Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen einen deutlichen Sieg errungen und den Republikanern die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses abgenommen. Nach den bisherigen Ergebnissen verfügen sie künftig sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat über eine Mehrheit. Für US-Präsident Donald Trump bedeutet die Niederlage, dass seine Regierung bei neuen Gesetzen stärker auf die Zusammenarbeit mit der Opposition angewiesen sein wird. Auch für die weitere Krypto-Regulierung könnte der Machtwechsel erhebliche Folgen haben.
Bitcoin und Aktien steigen nach Wahlsieg der Demokraten
“Die Reaktionen an den Märkten lassen erkennen, dass Anleger die veränderte Ausgangslage bereits eingepreist hatten. Künftig rücken vor allem mögliche Blockaden bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen und offene Fragen zur künftigen Regulierung digitaler Vermögenswerte in den Fokus”, erklärt Dr. Ulli Spankowski, CEO und Co-Founder von BISON, der Krypto-Trading-Plattform der Gruppe Börse Stuttgart, gegenüber BTC-ECHO.
Und weiter: “Für die Krypto-Industrie steigt der Bedarf an parteiübergreifenden Kompromissen, etwa bei einem neuen Anlauf für ein Marktstrukturgesetz wie den CLARITY Act.” Der Bitcoin-Kurs steigt auf Tagessicht um 3,55 Prozent und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 80.200 US-Dollar. Noch stärker legt Ethereum mit einem Plus von 5,30 Prozent zu und notiert nun oberhalb der 2.400 US-Dollar zu. XRP wird bei 1,34 US-Dollar gehandelt, während Solana mit 96,78 US-Dollar wieder näher an die Marke von 100 US-Dollar heranrückt.
Auch die traditionellen Finanzmärkte verzeichnen nach den Zwischenwahlen deutliche Zugewinne: Der S&P 500 liegt mit 1,54 Prozent im Plus bei 7.686 Punkten und der technologielastige Nasdaq 100 notiert mit einem Zuwachs von 1,03 Prozent bei 28.480 Punkten. Gold verteuert sich ebenfalls kräftig und überwindet mit einem Tagesplus von 2,66 Prozent erneut die Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze. Welche Folgen die neuen Mehrheitsverhältnisse für die US-Krypto-Politik haben werden, bleibt vorerst abzuwarten. Beim CLARITY Act könnten unterschiedliche Positionen der beiden Parteien zu einem endgültigen Aus führen.



