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Ethereum 3 Möglichkeiten, um vom Merge zu profitieren

Das bis dato größte Upgrade der Ethereum Blockchain steht bevor. Wie man davon profitieren könnte, erklären wir euch hier.

Leon Waidmann
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Ethereum 2.0

Beitragsbild: Shutterstock

Der Termin für den Ethereum Merge steht fest. Nach einer erfolgreichen Simulation auf dem Testnet “Görli” hat sich die Community nun darauf geeinigt, dass die Konsensumstellung am 15. September stattfinden soll.

Über die Folgen des größten Upgrades in der Geschichte von Ethereum erfahrt ihr mehr in der aktuellen Ausgabe des BTC-ECHO-Magazins.

Angesichts dieses monumentalen Software-Upgrades von Ethereum stellt sich für viele Anleger die Frage, ob man vom Merge profitieren könnte. Wir haben uns drei Bereiche genauer angeschaut, die man auf dem Zettel haben sollte.

1. Ethereum Proof of Stake Forks

Für die Ethereum-Mining-Industrie geht mit dem Merge eine über Jahre hinweg äußerst profitable Ära zu Ende. Es liegt deshalb in ihrem Interesse, dass es nach dem Merge eine ETH Proof of Work (ETHPOW) Fork gibt, auf der sie weiterhin ihre Rechenleistung zu Geld machen können.

Einige ETH-Miner haben bereits bekannt gegeben, dass sie eine auf Proof of Work basierende Version der Ethereum Blockchain unterstützen wollen. Außerdem haben weitere Persönlichkeiten im Krypto-Space, wie etwa Justin Sun, ihre Unterstützung für ETHPOW zugesagt und planen, den ETHPOW-Token zu listen.

Obwohl es derzeit unklar ist, ob ETHPOW-Token langfristig einen Wert haben, können sich Krypto-User dennoch auf potenzielle Forks vorbereiten. Um solche ETHPOW-Token zu erhalten, muss man lediglich Ether während dem Merge auf einer non-custodial Wallet, wie etwa MetaMask, halten.

Dadurch erhält man beim Merge ETHPOW Token im Verhältnis 1:1 zu seinen Ether Token. Anschließend könnte man diese ETHPOW Token behalten oder sie an einer Börse verkaufen.

2. Liquid Staking Token

Liquid Staking DeFi-Protokolle wie Lido Finance oder Rocket Pool sind in den letzten Monaten immer beliebter geworden. Durch sie können User eine beliebige Menge an ETH staken – ohne, dass sie dafür eine eigene Node aufsetzen müssen.

Nutzer können ihre ETH in ein derartiges DeFi-Protokoll einzahlen und erhalten dafür im Gegenzug einen Token (beispielsweise stETH, rETH, etc), der ihnen einen 1:1 Anspruch auf ihre gestakten Token einräumt und automatisch Belohnungen generiert.

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Im Gegenzug behalten sich DeFi-Protokolle wie Lido Finance oder Rocket Pool einen kleinen Teil der Staking-Belohnungen als Gewinn für ihr DeFi-Protokoll ein.

Auch Liquid-Staking-Protokolle könnten Nutznießer des Ethereum Merge sein. Das liegt daran, dass sich ihre Gewinnmargen nach dem Merge erhöhen könnten.

Gegenwärtig verdient man mit Ether Staking lediglich Block-Belohnungen für das Validieren von Blöcken auf der Beacon Chain. Nach dem Merge werden die Staker in der Lage sein, Transaktionsgebühren und Einnahmen aus MEV zu erzielen. Es wird daher erwartet, dass die ETH-Staking-Rendite von gegenwärtig rund 4 Prozent auf 6 bis 12 Prozent steigen könnte.

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Das wiederum könnte dafür sorgen, dass sich auch die Einnahmen der Liquid-Staking-Anbieter erhöhen, da sie höhere Gewinnmargen abgreifen können.

Im Moment gibt es drei Liquid-Staking-Projekte, deren Token handelbar sind: Lido Finance (LDO), Rocket Pool (RPL) und Stakewise (SWISE).

3. Ethereum-Layer-2-Token

Ein weiterer Teil des Ethereum-Ökosystems, der zu den Nutznießern des Merge gehören könnte, ist der ETH-Layer-2-Sektor. Layer-2-Projekte könnten von der Umstellung auf Proof of Stake profitieren, da sie sich dadurch noch besser skalieren lassen.

Beispielsweise lassen sich Upgrades wie das EIP-4844, welches Transaktionskosten auf Layer-2-Netzwerken senkt, nur auf einem Proof of Stake Ethereum-Netzwerk implementieren.

Es ist deswegen wahrscheinlich, dass die Adoption von ETH-L2s durch den Merge weiter voranschreitet, weil die Anzahl der Nutzer, die über sie Transaktionen abwickeln können, deutlich erhöht wird. Zudem lassen sich dadurch neuartige dezentrale Anwendungen (dApps) entwickeln, die zuvor aufgrund der zu hohen Transaktionsgebühren nicht profitabel genug gewesen sind.

Demnach könnte man die Entwicklung von Layer-2-Blockchains, wie zum Beispiel Optimism (OP), genauer verfolgen. Andererseits gibt es auch dezentrale Anwendungen auf ETH-L2s, darunter Synthetix Network (SNX) oder Uniswap (UNI), die ebenso von einem erfolgreichen Merge profitieren könnten.

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Jedoch sollte man dabei bedenken, dass viele dieser Token bereits in den letzten Wochen ein erhebliches Kurswachstum erfahren haben. Auch wenn solche Entwicklungen nach einer Kurskorrektur verlangen, scheint es dennoch möglich, dass der Merge L2-Token auch langfristig zugutekommen könnte.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Inhalte stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie dienen lediglich der Information.

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