US-Präsident Donald Trump stellt für den Ölmarkt eine deutliche Entspannung in Aussicht, sollten die USA den Krieg gegen den Iran gewinnen. Auf Truth Social schrieb er, dass die Ölpreise nach einem amerikanischen Sieg drastisch fallen würden. Brent notiert bei knapp 98 US-Dollar je Barrel, nachdem der Konflikt mit dem Iran die Preise stark nach oben getrieben hat.
Im Konflikt geht es immer wieder um die Straße von Hormus, durch die ein bedeutender Teil des weltweiten Ölhandels transportiert wird. Hinzu kommt der Streit um das iranische Atomprogramm und die Forderung der USA, dass der Iran keine Nuklearwaffen besitzen darf. Aussagen von Trump über eine baldige Beendigung des Krieges sollten jedoch mit Vorsicht betrachtet werden: Der US-Präsident hatte bereits mehrfach über mögliche Deals oder ein schnelles Ende des Konflikts gesprochen, ohne dass sich diese Ankündigungen anschließend bestätigten.
Bitcoin und Ethereum geben erneut nach
Am Krypto-Markt dominieren am Dienstag rote Vorzeichen. Bitcoin handelt bei rund 78.693 US-Dollar und verliert auf Tagessicht etwa 1,45 Prozent. Ethereum steht bei rund 2.477 US-Dollar, Solana kommt auf etwa 103 US-Dollar. XRP notiert bei 1,39 US-Dollar. Damit geben mehrere große Kryptowährungen einen Teil ihrer jüngsten Kursgewinne wieder ab.
Wegen des Labor Days blieben die amerikanischen Börsen am 7. September geschlossen. Entsprechend gab es auch keine Tagesbewegungen bei den US-amerikanischen Bitcoin- und Ethereum Spot ETFs.
Die Bitcoin Spot ETFs verbuchten allerdings letzte Woche Nettozuflüsse von rund 986,85 Millionen US-Dollar. Das verwaltete Nettovermögen der Produkte liegt somit wieder bei mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Auch Ethereum konnte Kapital anziehen: Die Spot ETFs kamen in der vergangenen Woche auf Nettozuflüsse von rund 218,41 Millionen US-Dollar.
Für Bitcoin dürften neben den Entwicklungen im Nahen Osten in der kommenden Woche auch die Erwartungen an die US-Geldpolitik wichtig werden. Am 16. September entscheidet die US-Notenbank über den weiteren Kurs der Zinsen. Bleibt der Ölpreis länger auf einem hohen Niveau, kann das mit Verzögerung die Inflation antreiben. Für die US-Notenbank würde das den Spielraum für eine lockerere Geldpolitik einschränken, was sich negativ auf Bitcoin und Co. auswirken könnte.

