Bitwise-CIO Matt Hougan bleibt trotz des Bärenmarktes ausgesprochen optimistisch für Bitcoin. In einem Gespräch erklärte er, dass der Kurs noch 2026 über 100.000 US-Dollar steigen könne und bis 2035 sogar 1,3 Millionen US-Dollar erreichen soll.
Nach dem jüngsten Kurssprung rechnet der Krypto-Experte zunächst mit einer kurzen Verschnaufpause, da der kürzliche Anstieg von etwa 25 Prozent vom Markt erst verarbeitet werden müsse. Neue Impulse könnten anschließend aus der Geldpolitik kommen, falls Staaten oder Notenbanken gegen steigende langfristige Zinsen vorgehen. Schon eine kleinere positive Nachricht würde nach seiner Einschätzung reichen, um die nächste Phase der Rallye einzuleiten.
Null Prozent Bitcoin ist ein Fehler
Hinter Hougans Zuversicht steht vor allem die wachsende Verschuldung der Vereinigten Staaten. Sollte die Regierung das Problem durch stärkeres Wirtschaftswachstum lösen, könnten Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren. Falls der Schuldenberg hingegen durch eine höhere Inflation entwertet wird, sieht Hougan Bitcoin als den besseren Schutz.
Das klassische Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen hält der Bitwise-CIO daher für zu stark an staatliche Währungen gebunden. Investoren könnten einen Teil ihrer langfristigen Anleihen durch kurzfristige Papiere ersetzen und das frei werdende Risiko über eine Position in Kryptowährungen abdecken.
Die entscheidende Nachfrage erwartet er von institutionellen Investoren, von denen viele bislang keine Kryptowährungen besitzen. Bereits kleine Umschichtungen könnten erhebliche Summen in den Markt bringen, weil große Vermögensverwalter über deutlich mehr Kapital verfügen als private Anleger. Letztere bleiben für neue Entwicklungen wichtig, doch den stärkeren Einfluss auf den Kurs dürften künftig Banken und Fonds ausüben.
Hougan geht daher davon aus, dass der institutionelle Einstieg noch am Anfang steht und in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen kann.

