Doch ein Use Case? Dogecoin (DOGE) auf dem Weg zum Marketingwerkzeug
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Eine DOGE-Münze liegt auf einem Prozessor.

Quelle: Shutterstock

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Dogecoin konnte sein Ziel am DogeDay zwar nicht erreichen. Eines ist jedoch klar: Die Memewährung ist ein enormes Marketingwerkzeug.

Es liegt wohl in der Natur des Dogecoin, unvorhergesehene Dinge zu tun. So pumpte die Spaßwährung vor nicht einmal einer Woche quasi aus dem Nichts auf ein neues Allzeithoch von 0,4377 US-Dollar und war damit, nach Marktkapitalisierung, mehr wert als das US-amerikanische Traditionsunternehmen Ford. Um diese Kursexplosion zu zelebrieren, gewährte die Dogecoin Community der Memewährung sogar ihren eigenen Feiertag.


Der erste DogeDay ist nun zu Ende gegangen. Trotz des Hypes auf den sozialen Netzwerken, konnte die Kryptowährung ihr angepeiltes Ziel von mindestens 0,69 US-Dollar nicht erreichen. Im Rahmen des inoffiziellen Cannabis-Feiertags 4/20 konnte DOGE zwar kurzzeitig die 0,41 US-Dollar durchbrechen, kurz danach fiel der Kurs jedoch zwischenzeitlich sogar um 32 Prozent auf 0,2716 US-Dollar. Zu Redaktionsschluss handelt die Kryptowährung bei 0,32 US-Dollar. Und obwohl viele aus der Dogecoin Community nun enttäuscht sein dürften, gibt es doch auch positive Nachrichten. Denn die Memewährung ist längst zum Marketingwerkzeug geworden.

Slim Jim: “Fünfmal mehr Follower auf Twitter”

Waren es zuvor die Stars und Sternchen, die über ihre sozialen Kanäle Dogecoin promoteten, springen nun auch Unternehmen vermehrt auf den Zug auf, wie beispielsweise Slim Jim. Der US-Snackhersteller kündigte auf seinem Twitter Account an, einen DOGE-NFT zu wohltätigen Zwecken zu versteigern und auf den Erlös nochmals 10.000 US-Dollar drauflegen zu wollen. Aktuell liegt das Höchstgebot bei etwas über 650 US-Dollar.

Auffällig ist, dass Slim Jim seit der Nutzung diverser Dogecoin Hashtags unglaublich an Followern zugelegt hat. Laut der Analyseplattform Social Blade konnte das US-Unternehmen in den letzten 30 Tagen über 40.000 neue Follower generieren. Im Durchschnitt sind das 1.339 User täglich. Aktuell folgen dem Account 97.417 Follower.

Gegenüber dem US-Medium Benzinga sagte ein Slim Jim Sprecher:


Seit dem Beginn unserer Doge-Bemühungen auf Twitter im Februar haben wir unsere Community fast verfünffacht (von 22k auf fast 100k). Wir haben ein neues Publikum auf Twitter erreicht, indem wir uns auf die Doge-Community konzentriert haben.

Slim Jim Sprecher gegenüber Benzinga

Und auch hierzulande versuchen Unternehmen über ähnliche Methoden, neue Zielgruppen zu erreichen – wie beispielsweise ImmobilienScout24.

Petition fordert Dogecoin-Integration auf Amazon integrieren

Im Zuge des Hypes um Dogecoin erfährt eine vier Jahre alte Petition plötzlich enormen Zulauf. “Doge4Amazon” fordert den Retail-Riesen auf, Dogecoin als valides Zahlungsmittel auf dem Handelsplatz zu integrieren. Aktuell steht das Online-Gesuch bei etwas über 146.000 Unterschriften. Die Botschaft ist eindeutig. Dass Amazon bislang keine Kryptowährungen akzeptiere, entfremde “viele Menschen, die kein traditionelles Bankkonto haben”. Die Gründe für Dogecoin liefert der Antragsteller Mark E. gleich hinterher:

Dogecoin ist wertstabil, hat die niedrigsten Transaktionsgebühren der anderen großen Coins, hat einen riesigen Vorrat an Coins und hat eine sehr große, aktive Community mit laufender Entwicklung.

Mark E. auf Change.org

Bei aller Euphorie vergessen jedoch die meisten, dass nur eine sehr kleine Gruppe an Walen über die Hälfte aller Dogecoin besitzt. Da die Memewährung an sich keinen Use Case hat, die den Wert der Kryptowährung in irgendeiner Weise rechtfertigen könnte, ist das Schicksal DOGEs eng mit dem Wohlwollen dieser 20 Wallet-Besitzer verwoben. Hinzu kommt auch der ungeheure Einfluss, den Einzelpersonen wie Elon Musk auf den Krypto-Sektor haben. Gegenüber Dogecoin zeigte sich der Tesla-Chef zumeist zwar als Freund und Verfechter, jedoch können seine Tweets auch für einen Kursabfall sorgen. Als er beispielsweise die bereits erwähnten Dogecoin-Wale zum Verkauf der Kryptowährung aufforderte, sackte DOGE von 0,06 US-Dollar auf 0,05 US-Dollar ab.

Davon abgesehen bläht sich Dogecoin immer mehr auf. Je mehr es sich aufbläst, desto höher ist die Gefahr, dass die Blase platzt. Für diesen Fall können sich Anleger aber rüsten, Stichwort: Shorten. Seien es Futures, Perpetual Swaps oder Leveraged Token: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, aus einem Kurscrash Profit zu schlagen. Eine Übersicht über verschiedene Methoden und was es dabei zu beachten gibt, haben wir für euch hier zusammengestellt.


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