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Auf den Fersen von Do Kwon Die Schlinge um den Terra-Gründer zieht sich zu

Behörden haben weitere 40 Millionen US-Dollar in Krypto von Do Kwon eingefroren. Mit dem Geld will der Terra-Gründer aber nichts zu tun haben.

Moritz Draht
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Terra Luna Do Kwon

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Hinweise verdichten sich – von Terra-Gründer Do Kwon fehlt dennoch jede Spur.

Für Do Kwon scheint das Eis dünner zu werden: Medienberichten zufolge haben südkoreanische Behörden weitere 40 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen eingefroren, die in Verbindung zum flüchtigen Terra-Gründer stehen sollen. Kurios: Laut Do Kwon gehörten die Gelder nicht ihm.

40 Millionen Dollar eingefroren – aber von wem?

Demnach soll die Staatsanwaltschaft von Seoul 56,2 Milliarden südkoreanische Won – umgerechnet knapp 40 Millionen US-Dollar – in Kryptowährungen beschlagnahmt haben. Die Gelder sollen von der Luna Foundation Guard stammen. Bereits vergangene Woche wurden 67 Millionen US-Dollar in Bitcoin eingefroren, die Do Kwon verschoben haben soll, nachdem ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde.

Do Kwon zufolge gehörten die Gelder aber nicht ihm. “Ich weiß nicht, wessen Gelder sie eingefroren haben, aber gut für sie, ich hoffe, sie verwenden es für Gutes”, kommentiert der Terra-Chef auf Twitter. Beschlagnahmt wurden die Gelder auf Kucoin und OKX – Krypto-Börsen, über die Do Kwon nach eigener Aussage keinen Handel betrieben haben soll.

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Interpol im Nacken

Rätsel gibt auch weiterhin der Verbleib Do Kwons auf. Seit September wird Do Kwon zusammen mit fünf weiteren Mitarbeitern per Haftbefehl gesucht – von dem Terra-Gründer fehlt seitdem jede Spur.

Auch Interpol soll die Verfolgung inzwischen aufgenommen haben – was Do Kwon auf Twitter anzweifelte. Eine Fahndungsausschreibung in Form einer Red Notice habe er nicht finden können, so Do Kwon. Dass ihm Verstöße gegen das Kapitalmarktgesetz vorgeworfen werden, ist einer der wenigen klaren Anhaltspunkte in diesem undurchsichtigen Versteckspiel.

Do Kwon bald ohne Pass untergetaucht?

Jetzt stellte das südkoreanische Außenministerium Do Kwon zudem ein Ultimatum: Der Reisepass von Do Kwon soll nach Ablauf einer 14-tägigen Frist für ungültig erklärt werden, sollte er bis dahin nicht zurückgegeben werden. Auf ein vorheriges Einschreiben habe Do Kwon, so die offizielle Mitteilung, nicht reagiert.

Verliert Do Kwon seinen Pass, kann er Südkorea nicht mehr verlassen – sofern er sich noch dort aufhält. Zwischenzeitlich wurde er in Singapur vermutet. Wo er sich aber auch tatsächlich aufhält: Eine Ausreise wäre ohne Pass nicht möglich.

Terra-Mitarbeiter verhaftet

Einer der Mitbeschuldigten ist derweil von südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden festgenommen worden, wie südkoreanische Medien berichten. Er soll zum inneren Terra-Zirkel gehört haben und den LUNA-Kurs mithilfe von Bots manipuliert haben.

Ein Knall am Kryptomarkt

Beim beispiellosen Zusammensturz des Terra-Ökosystems wurden innerhalb weniger Tage 60 Milliarden US-Dollar vernichtet – die gesamte Marktkapitalisierung des LUNA-Tokens und seines algorithmischen Stablecoins TerraUSD. Die enge Verzahnung beider Kryptowährungen löste eine als “Todesspirale” bezeichnete Kausalkette aus, bei der Tausende Anleger ihr Geld verloren. Die gesamte Geschichte haben wir in der Juni-Ausgabe des BTC-ECHO Magazins aufgearbeitet.

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