Alles im Blick Die wichtigsten Krypto-News der Woche
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Getränk und Tasse stehen vor malerischem Hintergrund

Quelle: Shutterstock

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In der 40. Kalenderwoche dürfen Bitcoin-Investoren jubeln, denn die 50.000 US-Dollar-Marke ist wieder erobert; dazu gibt es bald ein neues Bitcoin-Gesetz in Brasilien und die fünftgrößte US-Bank bietet ihren Kunden Krypto-Verwahrungen an.

Mit der 40. Kalenderwoche neigt sich eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.


Bitcoin knackt die 50.000 US-Dollar-Marke

Nachdem Bitcoin Ende September noch verbissen um die 40.000 US-Dollar-Linie gekämpft hatte, liegt das digitale Gold nun erstmals seit Anfang September wieder über der 50.000 US-Dollar-Marke. Eine solche Entwicklung konnte man noch vor ein paar Wochen nicht erkennen. Im September brachte die drohende Zahlungsunfähigkeit und die angehäuften Schulden des chinesischen Immobilien-Riesen Evergrande die globalen Finanzmärkte ins Wanken. Anleger versucht abzuschätzen, inwiefern ein Konkurs des Immobilienunternehmens eine Gefahr für die Weltwirtschaft darstellen könne. Dazu kam, dass China öffentlich machte, alle Transaktionen mit Bitcoin zu verbieten.

Doch Anfang Oktober übernahmen die Bitcoin-Bullen wieder das Feld und die Kryptowährung konnte am 1. Oktober eine grüne Kerze von 11 Prozent verzeichnen. Zu Redaktionsschluss notiert Bitcoin bei soliden 54.876 US-Dollar und liegt somit auf Wochensicht ganze 13,3 Prozent im Plus. Damit läuft Bitcoin derzeit allen Finanzmärkten davon.

Neues Bitcoin-Gesetz in Brasilien

In Brasilien steht ein neues Bitcoin-Gesetz unmittelbar bevor. Der brasilianische Bundesabgeordnete Aureo Ribeiro hat mit einem Radiointerview für Furore gesorgt. Denn ausländische Medien schlossen aus den Äußerungen Ribeiros, dass ein Krypto-Gesetz Bitcoin bald zur Landeswährung machen wird. Die Gerüchte überschlugen sich. Aber es stellte sich heraus: ganz so bullish war die Meldung dann doch nicht.

Denn das geplante Gesetz erwähne “Bitcoin” überhaupt nicht. Vor allem soll es durch das Gesetz zu einem besseren Regulierungsrahmen kommen. Es geht um Maßnahmen wie schärfere Strafen für Geldwäsche und eine KYC-Pflicht für Börsen. Dadurch soll die Sicherheit der Investoren erhöht und ausländische Investoren angelockt werden. Und somit bewertet die brasilianische Krypto-Journalistin Saori Honorato das Gesetz letztlich als positiver Impuls für die Krypto-Szene in Brasilien.

SEC Chef lehnt Bitcoin-Verbot ab

Auch aus den USA gibt es einen positiv zu verstehenden Impuls für die Krypto-Szene. Denn Gary Gensler, Chef der nationalen Börsenaufsicht SEC, äußerte sich vor dem US-Kongress unter anderem zu dem Thema Bitcoin. Vor dem Hintergrund des jüngsten Bitcoin-Transaktionsverbots aus China, wollte der republikanische Abgeordnete Tedd Budd wissen, was Gensler denn von dem Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Kryptowährungen halte. Und, inwiefern die größte Volkswirtschaft der Welt nun auch Bitcoin Transaktionsverbot verabschieden könnte.

Die SEC habe gar nicht die notwendigen Befugnisse für solch ein Verbot, so Gensler. Aber weiter fügte er auch an, dass sich der Ansatz der US-Börsenaufsicht grundlegend von dem Vorgehen chinesischer Behörden unterscheide. So äußerte er:

Es geht darum, wie wir den Krypto-Bereich in den Verbraucherschutz für Anleger einbinden und auch mit den Bankaufsichtsbehörden und anderen zusammenarbeiten können – wie stellen wir sicher, dass das Finanzministerium den Sektor in die Bekämpfung von Geldwäsche und die Einhaltung von Steuervorschriften einbindet?

Gary Gensler, SEC-Chef

Die Nachricht aus den USA ist als ein positives Zeichen für den Krypto-Space zu verstehen. Denn auch Jerome Powell, Chef der Fed, sprach sich gegen ein Verbot von Bitcoin und Co. aus. Und somit dürfen Krypto-Investoren weltweit ein weniger gelassen sein: Nein, die USA werden Kryptowährungen nicht verbieten.


Große US-Bank bietet Krypto-Verwahrung für Kunden an

In diesem Sinne, weitere positive Nachrichten aus den USA: Die fünftgrößte Bank der Vereinigten Staaten wird Kunde künftig die Verwahrung von Kryptowährungen anbieten. Das Angebot richte sich vorerst vorwiegend an die Zielgruppe der institutionellen Anleger wie etwa Investmentmanager von Fondsgesellschaften.

Gunjan Kedia, stellvertretender Vorsitzender der US Bank Wealth Management and Investment Services, äußerte sich folgend zu den neuen Krypto-Verwahrdiensten:

Das Interesse der Anleger an Kryptowährung und die Nachfrage unserer Fondsdienstleistungs-Kunden sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Unsere Fonds- und institutionellen Verwahrungskunden haben ihre Pläne, Kryptowährung anzubieten, vorangetrieben und als Reaktion darauf haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Fähigkeit, Verwahrungs-Dienstleistungen anzubieten, zu einer Priorität zu machen.

Gunjan Kedia, stellvertretender Vorsitzender, US Bank Wealth Management and Investment Services

Die Nachricht zeigt vor allem ein wachsendes Interesse an Kryptowährungen vonseiten institutioneller Investoren, was letztlich ein gutes Zeichen für den Krypto-Space darstellt. So zeigte eine Fidelity-Umfrage vom Juli 2021, dass Institutionen ein massives Interesse an Kryptowährungen haben. Weiter sind nahezu alle großen Vermögensverwalter in Bitcoin investiert – sei es direkt oder indirekt, beispielsweise in Form von Aktien an Mining-Unternehmen. Blackrock besaß am 21. August eine 383-Millionen-USD Position bei den Mining-Unternehmen Riot-Blockchain und Marathon Digital Holdings. Und so dürfte sich vermehrt auch das “Big-Money” im Bitcoin-Markt festsetzen.

Krypto-Gesetz in Ukraine wird zurückgewiesen

Das kam unerwartet für Beobachter der Geschehnisse: Vlodymyr Zelensky gab ein bereits als verabschiedetes Gesetz zurück. Das Gesetz “Über virtuelle Vermögenswerte” (Gesetzesentwurf Nummer 3637) galt als bereits durchgewunken. Es wurde vor wenigen Wochen erst vom Parlament beschlossen und es fehlte nur noch eine kleine Sache: Die Unterschrift des ukrainischen Präsidenten. Doch der war scheinbar nicht zufrieden mit dem Vorschlag des Parlaments, den er auf seinem Tisch hatte. Er fordert eine Überarbeitung des Gesetzesentwurfs.

Genauer kritisierte er:

Die Bestimmungen des Gesetzes schaffen nicht die vollständigen rechtlichen Mechanismen, die für seine Umsetzung erforderlich sind, … [Sie] erfüllen nicht die verfassungsrechtlichen Anforderungen für die rechtliche Anerkennung als Teil des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit (Artikel 8 der Verfassung der Ukraine), …
[Die Bestimmungen] sorgen auch nicht für verständliche und transparente Bedingungen für die Teilnehmer am Markt für virtuelle Vermögenswerte und die Anleger, was nicht zu einem angemessenen Schutz ihrer Rechte beitragen wird.

Vlodymyr Zelensky

Er kritisierte jedoch nicht nur den Entwurf, sondern schlug Verbesserungen vor. So ist eine seiner Vorschläge, dass die Nationale Kommission für Wertpapiere und den Aktienmarkt zur Hauptinstanz für Regulierungen wird. Dieses Hauptinstanz solle dabei auch in Zukunft Entscheidungen über die etwaige Zulassung neuer Bitcoin-Börsen treffen. Daneben bleiben die Inhalte aber prinzipiell gleich.

Letztlich ist die Nachricht kein großer Rücksetzer für die Krypto-Szene in der Ukraine. Die allgemeine Stimmung gegenüber Kryptowährungen bleibt weiterhin positiv. Zumindest positiv unter den Beamten des Landes. Denn diese, so munkelt man, sollen gut gefüllte Bitcoin-Wallets haben.


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