Alles im Blick: Die wichtigsten Krypto-News der Woche
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Eine Zeitung und eine Kaffeetasse samt Untersetzer stehen auf einem Tisch. Dahinter fällt Licht durch ein Fenster in den Raum.

Quelle: Shutterstock

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Gerüchte um Stablecoin-Anbindung von PayPal; eBay erwägt Integration von Kryptowährungen; New York bringt Mining-Verbot auf den Weg; Digital Dollar startet CBDC-Pilotprogramm und Bundestag beschließt eWpG.

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.


Gerüchte um Stablecoin-Anbindung bei PayPal

Nachdem PayPal bereits für US-Kunden erfolgreich die Bezahlfunktion mit Kryptowährungen freigeschaltet hatte, werden nun Gerüchte laut, dass der Zahlungsdienstleister demnächst mit einer Stablecoin-Anbindung nachrüsten könnte. Denn wie das US-Medium TheBlock von anonymen Quellen erfahren habe, plane der Payment-Riese, diese Lücke zu schließen. Demnach sei das Unternehmen mit mehreren Entwicklern von Stablecoin-Protokollen im Gespräch, unter anderem mit Ava Labs, die hinter der Avalanche Blockchain, einem interoperablen Krypto-Netzwerk für dezentrale Anwendungen stehen.

Weitere Entwickler sind bisher nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, ob PayPal einen bereits existierenden Stablecoin integrieren oder eine eigene Lösung ausarbeiten wird. Gegenüber TheBlock wollte ein Sprecher die Gerüchte nicht kommentieren, sagte jedoch, dass PayPal “weiterhin das Potenzial digitaler Währungen und digitaler Finanzdienstleistungsinfrastruktur erforscht”.

eBay erwägt Integration von Kryptowährungen als Zahlungsmittel

Und auch eBay scheint sich dem Krypto-Space nicht länger verschließen zu wollen. Nachdem der E-Commerce-Riese erst vor Kurzem Apple und Google Pay als Zahlungsmittel auf seiner Plattform einführte, könnten nun Kryptowährungen folgen. In einem Interview mit CNBC ließ CEO Jamie Iannone verlauten, dass die Handelsplattform aktuell eine Integration prüfe. Man wolle die Arten von Zahlungen, die man akzeptiere, erweitern. Dafür kämen auch andere Optionen wie Kryptowährungen in Betracht, sagte er dem US-Fernsehsender. Ob Krypto-Assets nun als Zahlungsmittel zugelassen werden, ist unklar. Auf Anfrage von BTC-ECHO gab sich die Pressestelle von eBay Deutschland zurückhaltend. Derzeit gäbe es keine “unmittelbaren Pläne zur Integration von Kryptowährungen”.

New York bringt Verbot von Krypto-Mining auf den Weg

Krypto-Mining könnte im Bundesstaat New York bald erst mal der Vergangenheit angehören. Dem Senat liegt ein Gesetzentwurf “zur Einrichtung eines Moratoriums für den Betrieb von Krypto-Mining-Zentren” vor. Der Entwurf sieht eine dreijährige Sperre für Mining-Betriebe vor, die Umwelt-Auflagen nicht erfüllen. Grundlage für den Gesetzesplan ist das “Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes und zum Schutz der Gemeinschaft” (Climate Leadership and Community Protection Act). Dieses schreibt eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 85 Prozent bis zum Jahr 2050 im Bundesstaat vor.


Der Energiebedarf von Mining-Betrieben, die sich häufig “in stillgelegten oder umgewandelten Kraftwerken für fossile Brennstoffe befinden”, stünde folglich im Gegensatz zu den erklärten Klimazielen. Der Entwurf fordert daher ein dreijähriges Moratorium für Mining-Anlagen. Betreiber dürfen ihre Anlagen nur am Netz halten, wenn sie eine “allgemeine Umweltverträglichkeitsprüfung” bestehen. Werden die Auflagen nicht erfüllt, dürfen die Anlagen für die besagten drei Jahre nicht weiterbetrieben werden. Der Senat muss dem Entwurf noch nach einer öffentlichen Anhörung zustimmen.

Digital Dollar Project startet Krypto-Pilotprogramm für CBDC

Die Bemühungen um eine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC) nehmen in den USA fahrt auf. So beschäftigt sich das neugegründete “Digital Dollar Project” in den nächsten zwölf Monaten mit insgesamt fünf Projekten, um Daten zu generieren, die den politischen Entscheidungsträgern in den USA Aufschluss darüber geben sollen, wie eine heimische digitale Währung entwickelt werden kann. Drei Pilotprogramme sollen dabei bereits in den nächsten zwei Monaten starten. Diese sollen aufschlussreiche Daten über die funktionalen, soziologischen und wirtschaftlichen Vorteile einer CBDC in den USA liefern. Das gesamte Projekt beruht auf einer privaten Initiative ohne Einbeziehung der Notenbank Federal Reserve.

Bundestag beschließt eWpG

Nach langem Hin und Her beschloss der Bundestag am Donnerstag das “Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren”(eWpG). Das Gesetz macht nun den Weg frei für digitalisierte Wertpapiere. Bisher war stets eine physische Urkunde für jedes Wertpapier vonnöten. Dieser Papierzwang wird nun zum Teil abgeschafft. In einem ersten Schritt soll durch das eWpG die elektronische Ausgabe von Schuldverschreibungen und in kleinerem Maße auch von Anteilsscheinen ermöglicht werden. Darüber hinaus erweitert das Gesetz das bestehende Zentralregister um ein Krypto-Wertpapierregister, das für Blockchain-basierte Finanzprodukte gilt. Dabei kann ein elektronisches Wertpapier nur in einem der beiden Verzeichnisse aufgelistet sein.

Die Reaktionen auf das eWpG sind zwiegespalten. So lobt der Digitalverband Bitkom das Gesetz als “Meilenstein”. Kritik gibts von der FDP, die die nicht stattgefundene Debatte sowie die Nichtberücksichtigung von digitalen Aktien bemängelt. Auch die Zentralität des Krypto-Wertpapierregisters sorgt für Unmut unter Beobachtern. So meint der Gründer der FinTech-Kanzlei “FinLaw” Lutz Auffenberg, dass sich die Vorteile der Blockchain, die sich aus dessen Dezentralität ergäben, nicht entfalten könnten, da Token-Emissionen so in das alte zentralisierte System zurückgedrängt würden. Dies hätte zur Folge, dass sich für Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch rechtlich kein Argument finden lasse, welches ein Angebot von Krypto-Wertpapieren anstelle von klassisch verbrieften Schuldverschreibungen rechtfertigen könnte. Das eWpG soll nach drei Jahren neu bewertet werden. Die Inklusion von digitalen Aktien überlässt die Bundesregierung ihren Nachfolgern.


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