3, 2, 1, Krypto-Adoption? eBay erwägt Integration von Kryptowährungen als Zahlungsmittel

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Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Auf einer gläsernen Fassade prangt das eBay-Logo.

Quelle: Shutterstock

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Der E-Commerce-Riese eBay erwägt die Integration von Kryptowährungen als Zahlungsmittel und könnte so die Krypto-Adpotion vorantreiben.

Nachdem der E-Commerce-Riese eBay erst vor Kurzem Apple und Google Pay als Zahlungsmittel auf seiner Plattform einführte, könnten nun Kryptowährungen folgen. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC am gestrigen Montag ließ CEO Jamie Iannone verlauten, dass die Handelsplattform aktuell eine Integration prüfe. Angesprochen auf die wachsende Adoption von Krypto-Werten innerhalb der Bevölkerung sagte Iannone:


Wir erweitern die Arten von Zahlungen, die wir annehmen, … dafür werden wir auch weiterhin andere Optionen wie Kryptowährungen in Betracht ziehen.

Jamie Iannone gegenüber CNBC.

Darüber hinaus suche das E-Commerce-Unternehmen nach einer Möglichkeit, um NFT-Verkäufe auf seiner Handelsplattform leichter abwickeln zu können, wie Iannone verrät.

eBay-Gerüchte von 2019 könnten sich nun bewahrheiten

Bereits 2019 gab es Gerüchte um eine mögliche Krypto-Zahlungsintegration von eBay. Damals sorgte ein Werbebanner für Aufsehen innerhalb des Krypto-Space, auf dem “virtuelle Währung. Es passiert auf eBay”, stand. Um der damals aufkochenden Gerüchteküche Einhalt zu gebieten, ließ das Unternehmen damals verlauten: “Kryptowährung wird weder als Zahlungsmittel auf der eBay-Plattform akzeptiert, noch ist sie Teil unserer Zahlungsstrategie.”

Diese negative Einstellung gegenüber Kryptowährungen scheint sich nun jedoch um 180 Grad gedreht zu haben. Mit über 170 Millionen Nutzern weltweit könnte eine Integration von Bitcoin und Co. der ohnehin schon steigenden Adoption nochmals einen enormen Boost verleihen. Darüber hinaus haben bereits mit PayPal, Visa und Mastercard große Finanzdienstleister, die mit eBay kooperieren, Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert. Dem wachsenden Krypto-Interesse scheint sich nun auch der Online-Händler nicht mehr verschließen zu können. Dennoch gibt sich eBay Deutschland gegenüber BTC-ECHO bisher zurückhaltend. Auf Anfrage teilte die Pressestelle mit:

Wir akzeptieren derzeit keine Kryptowährung auf unserer Plattform. Im Rahmen der eBay Zahlungsabwicklung schauen wir immer auf die relevantesten Zahlungsformen und werden das auch in Zukunft beibehalten. Aktuell gibt es keine unmittelbaren Pläne zur Integration von Kryptowährungen. 

Pressestelle eBay Deutschland gegenüber BTC-ECHO

Erst vor wenigen Tagen hatte MercadoLibre, das “eBay Südamerikas”, die Akzeptanz von Bitcoin und Co. verkündet – BTC-ECHO berichtete.


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Wirklich nachhaltig?Stronghold: US-Mining-Unternehmen plant Börsengang mit 100 Mio. USD

4 Stunden

Stronghold Digital Mining hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Die Energie fürs Mining gewinnt das Unternehmen durch das Verbrennen von Abfallkohle.


Während die Miner in China zusehends in die Bredouille geraten, sieht die Lage in anderen Teilen der Welt günstiger aus. So hat die im US-Bundesstaat Pennsylvania ansässige Bitcoin-Mining-Firma Stronghold Digital Mining bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Das Unternehmen reichte sein S-1-Formular am 27. Juli ein. Wenn die SEC ihr Einverständnis gibt, wird Stronghold seine Stammaktien der Klasse A am Nasdaq Global Market unter dem Kürzel “SDIG” notieren lassen. 

Stronghold ist ein nach eigenen Worten “nachhaltig” ausgerichtetes Bitcoin-Mining-Unternehmen, das im Jahr 2021 gegründet wurde. Seine Hauptanlage, das Scrubgrass-Kraftwerk in Pennsylvania, wandelt Abfallkohle in Strom um. Dieser kommt dann zum Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zum Einsatz. Im Juni hat das Unternehmen zwei private Kapitalerhöhungen im Wert von 105 Millionen Dollar abgeschlossen.

Stronghold will weiter mächtig expandieren

Laut der neuen Einreichung bei der SEC wird Stronghold die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Dazu zählen Akquisitionen weiterer Miner und Stromerzeugungsanlagen.  Das Unternehmen hegt also offenbar konkrete Pläne, seine Gesamtkapazität der Hash-Rate deutlich zu erhöhen.

Mit einem Teil der Erlöse aus dem IPO beabsichtigen wir, weitere 27.900 Miner zu beschaffen. Die Gesamtkapazität an Hash-Raten wird bis Dezember 2021 auf etwa 3.000 PH/s und bis Dezember 2022 auf über 5.300 PH/s steigen.

Nach Angaben von Stronghold werden für jeden von dem Unternehmen geförderten Bitcoin 200 Tonnen Abfallkohle vernichtet. Doch mit der “Nachhaltigkeit” ist es so eine Sache. Bei der Verbrennung entsteht nämlich giftige Asche. Laut einer Studie des Energy Justice Network ist das Verbrennen von Abfallkohle sogar deutlich schädlicher als das Verbrennen normaler Kohle.

KampfansageRobinhood: Mit neuem Feature gegen Volatilität am Krypto-Markt

18 Stunden

Die US-amerikanische Trading-Plattform Robinhood sagt Krypto-Volatilität mit einem neuen Feature den Kampf an – das steckt dahinter.

Laut einem Bericht von Bloomberg arbeitet die gebührenfreie Handelsplattform Robinhood derzeit an einer neuen Funktion. Dieses neue Feature soll Trader vor extremen Kursschwankungen schützen.

Demnach erforsche das Unternehmen momentan, wie es seine Nutzer besser vor volatilen Kursen schützen kann. Unter dem Namen “Price Volatility Protection” könnte das Feature live gehen. Indem Kauf- und Verkaufsaufträge von Tradern in Abhängigkeit von Kursschwankungen automatisch angepasst werden, könnte das neue Feature dabei helfen, User vor Volatilität zu schützen, so Bloomberg.

Um Ihre Kauf- oder Verkaufsaufträge vor Kursschwankungen zu schützen, kann es vorkommen, dass wir Ihre wiederkehrenden Aufträge auslassen oder weniger, als die von Ihnen gewählte Menge, kaufen.

Darüber hinaus geht aus dem Beitrag von Bloomberg hervor, dass Nutzer immer eine Benachrichtigung erhalten, wenn sich Trades anpassen. Außerdem ist im Code der neuen Schutzfunktion festgelegt, dass die vom Nutzer gewählte Kaufmenge nicht überschreitbar ist.

Robinhood geht an die Börse

Noch vor wenigen Monaten stand Robinhood scharf in der Kritik, nachdem die Plattform zeitweise den Handel mit bestimmten Kryptowährungen unterbrochen hat. Zudem haben erst Ende letzten Jahres Aufsichtsbehörden schwere Vorwürfe gegen die Plattform erhoben, da die Plattform zum Zocken verleite. Trotzdem soll es nun endlich so weit sein – noch in dieser Woche will das Unternehmen an die Börse gehen.

Money, Money, MoneyKrypto-Unicorn Fireblocks erhält massiven Geldsegen

19 Stunden

Der digitale Vermögensverwalter Fireblocks kann sich über weitere Liquidität freuen. Insgesamt nimmt das Unternehmen 310 Millionen US-Dollar ein.

Fireblocks freut sich über eine massive Finanzspritze. Wie das Unternehmen gestern per Pressemitteilung bekannt gab, nimmt der Krypto-Verwahrer aus einem Series D Funding 310 Millionen US-Dollar ein. Daraus ergibt sich auch ein neuer Firmenwert (etwa 2 Milliarden US-Dollar), den Fireblocks mehr als verdreifachen kann – und damit den Status als Unicorn weiter ausbauen.

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich sowohl neue als auch bestehende Investoren. Unter ihnen renommierte Tech-Venture-Capital wie Sequoia Capital, Stripes, Spark Capital, Coatue und DRW. Über SCB 10X nahm auch die thailändische Siam Commercial Bank indirekt an dem Funding teil. Damit kann Fireblocks neben BNY Mellon und SVB Capital die dritte Großbank für sich gewinnen. Mit dem Geld wolle man weiter wachsen, erklärt Fireblocks CEO Michael Shaulov.

Wir sind begeistert, dass wir unser Unternehmen und unsere Infrastruktur mit dieser neuen Finanzspritze ausbauen können. Das Wachstum, das wir bisher erlebt haben, ist das Ergebnis der Arbeit aller Beteiligten, die in jeder Phase alles geben.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Fireblocks – das Objekt der Begierde

Allgemein scheinen Tech-Unternehmen, die sich der Verwahrung von Krypto-Assets verschrieben haben, zu begehrten Objekten für große Geldgeber geworden zu sein. Insbesondere gilt das für Fireblocks. So hat sich die Investitionssumme im Vergleich zur letzten Finanzierungsrunde im März fast verdoppelt. Michael Shaulov dazu:

Unsere Technologie hat sich seit der Gründung des Unternehmens in diesem Bereich hervorgetan, und ihre Erfolgsbilanz ist offensichtlich. Mit Blick auf das Wachstum der Branche besteht für uns ein enormes Potenzial, auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für Finanzinstitute und andere Organisationen zu sein, die sicher und nahtlos in diesen Bereich einsteigen wollen.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Seit seiner Gründung 2019 gelang es Fireblocks, insgesamt 489 Millionen US-Dollar an Land zu ziehen. Unterstützungen gab es dabei stets von renommierten FinTech-Unternehmen wie Cyberstarts, Eight Roads, Tenaya Capital, Swisscom, Paradigm, Ribbit Capital und Coatue.

ThailandDieses Unternehmen startet Bitcoin-Mining-Offensive

22 Stunden

Der restriktive Kurs der chinesischen Regierung hinterließ am Minining-Markt ein Vakuum. Kein Zufall, dass ein thailändisches Unternehmen gerade jetzt ein ehrgeiziges Projekt aus der Taufe hebt.

Thailands Jasmine Telecom Systems (JTS) drängt ins Bitcoin-Mining. Mit 50.000 Mining-Geräten will das börsennotierte Unternehmen aus der Telekommunikationssparte bis 2024 zum größten BTC-Schürfer Südostasiens werden.

Die Bangkok Post berichtete am 26. Juni von den Plänen der Tochter des thailändischen Konzerns Jasmine International. Laut JTS-Präsident Dusit Srisangaoran hatte sein Unternehmen den Bitcoin-Space schon seit einiger Zeit im Auge hat. Dass der Einstieg jetzt erfolgt, ist folglich kein Zufall:

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für JTS, in das Bitcoin Mining zu investieren, da es weit verbreitet ist und der Zwischenfall in China dazu geführt hat, dass die Hash Rate auf ein Acht-Monats-Tief gefallen ist.

Die chinesische Regierung hatte dem Bitcoin Mining vor einigen Monaten den Kampf angesagt. Nach Mining-Verboten in mehreren Provinzen befindet sich die gesamte Branche im Umbruch.

Mit voller Kraft ins Bitcoin Mining

JTS gewährte der Bangkok Post Einblick in die eigenen Expansionspläne. Demnach wolle man verhältnismäßig klein anfangen, und im dritten Quartal diesen Jahres 500 Bitcoin-Miner in Betrieb nehmen. Für 2022 steht bereits die erste Verzehnfachung auf dem Programm. Gemeinsam mit Unternehmenspartnern plant JTS die Installation von fünf Tausend Mining-Maschinen. Der Telecom-Anbieter gibt dabei an, im Betrieb von Rechenzentren geübt zu sein.

Insgesamt möchte JTS bis zum voraussichtlich 2024 anstehenden Bitcoin-Halfing 50.000 Geräte in Betrieb nehmen. Die Thailänder hoffen, damit jährlich 16.000 BTC abzubauen und 5 Prozent der globalen Hash Rate zu besetzen.

Den Plänen von JTS kommt dabei ein regulatives Umfeld entgegen, das auf Einschränkungen setzt ohne Kryptowährungen gänzlich zu verbieten. Die örtliche Börsenaufsicht sprach derart zwar einen Bann für Meme Coins aus, der Status von König Bitcoin scheint fürs erste aber gesichert.