DeFi-Monitor Das Silicon Valley setzt auf DeFi und Uniswap will eine Lobby gründen
Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Quelle: Shutterstock

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Der Markt für Decentralized Finance (DeFi) blickt auf einen turbulenten Monat zurück und ein Bericht der Financial Times zeigt, dass Investoren aus dem Silicon Valley im großen Stil auf den jungen Sektorsetzen – warum sind die Investoren so überzeugt von DeFi?

Der Monat Mai war nicht nur für Bitcoin ein katastrophaler Monat, auch für den DeFi-Sektor ging es steil bergab. Das hatte zur Folge, dass viele Projekte aufgrund des Krypto-Crashs einen Stresstest durchlaufen mussten. Wie die einzelnen Sektoren bei diesem Stresstest performt haben, könnt ihr hier nachlesen.


Trotz der schlechten Kursentwicklung im Mai konnte sich das von DeFi-Protokollen verwaltete Kapital (Total Value Locked) im Vergleich zur Vorwoche langsam erholen. Der Total Value Locked (TVL) stieg um über 10 Milliarden US-Dollar auf zu Redaktionsschluss 115,59 Milliarden US-Dollar an.

DeFi Total Value Locked
Quelle: DeFi Llama, Total Value Locked in US-Dollar

Nach wie vor dominieren Ethereum-DeFi-Projekte den aufstrebenden Sektor und lediglich der TVL des Binance-Smart-Chain-Projekt PancakeSwap (CAKE) schafft es derzeit in die Top fünf.

DeFi
Quelle: DeFi Llama, TVL Ranking

Insbesondere die dezentrale Börse (DEX) Curve (CRV) konnte diese Woche ihren TVL steigern. Das lag vermutlich daran, dass Curve ebenso wie Aave (AAVE) und Sushiswap (SUSHI) auf die Skalierungslösung von Polygon setzt und dadurch neue Nutzer und Kapital anziehen konnte.

Uniswap will eine Lobby für Kryptowährungen gründen

Eine Gruppe einflussreicher Personen aus der Uniswap (UNI)-Community will eine Lobby für Kryptowährungen und speziell Decentralized Finance gründen. Die Gruppe schlägt vor, dass ein Teil des UNI-Community-Vermögens für die Finanzierung einer Lobbygruppe verwendet werden soll. Diese soll unter anderem dazu dienen, die Interessen von Uniswap in der Politik voranzutreiben.

Der Vorschlag sieht vor, dass zwischen eins und 1,5 Millionen UNI beiseite gelegt werden sollen. Das entspricht derzeit zwischen 27 und 40 Millionen US-Dollar. Die Mittel sollen dafür verwendet werden, um eine von der UNI-Community überwachte Organisation zu gründen und zu finanzieren. Die Organisation soll sich dann gezielt für die Krypto-Community in der Politik einsetzen. Genau gesagt soll sich die Organisation dafür einsetzen, politische Entscheidungsträger aufzuklären, um eine größere regulatorische Klarheit für den Krypto-Space zu schaffen.


Während die Mehrheit dem Vorschlag in einer Abstimmung zugestimmt haben, war der Vorschlag bei vielen Community-Mitgliedern äußerst umstritten. Denn nicht alle wollen, dass eine einzelne Organisation entscheidet, wie Lobbying-Mittel eingesetzt werden. Die Gegner des Vorschlags glauben nicht, dass die Organisation im Interesse aller UNI-Inhaber handeln und lehnen ihn deshalb ab.

Silicon Valley Investoren setzen im großen Stil auf DeFi

DeFi-Protokolle wie Uniswap sind noch extrem jung und der gesamte Sektor ist kaum reguliert. Dennoch haben Risikokapitalgeber (Venture Capital) bereits Millionen mit Investitionen in Decentralized Finance verdient. Der gesamte Sektor ist immer beliebter bei Investoren und die Grafik von PitchBook, veranschaulicht diese rasante Entwicklung eindrucksvoll.

DeFi
Quelle: Financial Times

Laut den Daten von PitchBook haben Risikokapitalgeber im Jahr 2021 bereits über 72 DeFi-Projekte finanziell unterstützt. Diese Zahl übertrifft schon jetzt die Zahl aus dem letzten Jahr um mehr als 25 Prozent. Außerdem geht aus einem Bericht der Financial Times hervor, dass insbesondere viel Risikokapital aus dem Sillicon Valley überzeugt davon sind, dass DeFi das Potenzial besitzt, das traditionelle Finanzsystem umzukrempeln. Sobald es mehr regulatorische Klarheit für Decentralized Finance gibt, ist es daher gut möglich, dass auch institutionelle Investoren in DeFi investieren, so die Financial Times.

Erstes DeFi-Projekt geht auf Algorand live

Yieldly ist ein weiteres DeFi-Projekt, das am 5. Juni als erstes DeFi-Projekt von Algorand gestartet ist. Das Projekt wurde 2020 von Sebastian Quinn gegründet und will die erste dezentrale Börse auf Algorand sein. Zudem will Yieldly das Blockchain-Trilemma endlich gelöst haben und sowohl dezentral, sicher als auch skalierbar sein.

Neben Multi-Asset Staking und No-Loss Prize Games will Yieldly ebenso Blockchain-übergreifendes Trading ermöglichen.

Yieldly Algorand
Quelle: yieldly.finance

Als erstes DeFi-Projekt auf Algorand will Yieldly den DeFi-Space grundlegend verändern. Ob diese Mission gelingen kann, zeigt sich in den nächsten Wochen.


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