Marktupdate Chinas schwindende Rolle in der Bitcoin-Welt
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ein Drache

Quelle: Shutterstock

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Der China-Crash vom Freitag scheint bereits vergessen. Bitcoin und Co. emanzipieren sich von politischen Unwägbarkeiten.

Für Bitcoin-Bullen gibt es keine negativen News. Selbst ein allumfassendes Verbot von Kryptowährungen in China wird in BTC-Kreisen bullish geframt. Zu Recht, wie sich nun herausstellt: Nur drei Tage nachdem die chinesische Zentralbank (PBoC) vermeldet hat, private Krypto-Transaktionen verbieten zu wollen, ist klar, dass auch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt Bitcoin nicht den Garaus machen kann. Zwar ist Bitcoin – und mit ihm auch weite Teile des Gesamtmarkts – am Freitag im Zuge der News deutlich gefallen; zeitweise notierte BTC rund neun Prozent im Minus, konnte sich aber stets über der 40.000-US-Dollar-Marke halten.


Spulen wir drei Tage vor, treffen wir den Markt indes genau da an, wo er vor der Meldung gestanden hat. Ein Bitcoin ist zum Zeitpunkt des Schreibens für 44.135 USD zu haben und kostet damit fünf Prozent mehr als am Vortag, der Verlust des “China-Crashs” ist damit bereits vollständig wiedergutgemacht. Ether (ETH), die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, bringt am heutigen Montag, dem 27. September, sogar noch mehr PS auf die Straße. Bei einem Kurs von 3.147 USD druckt die Smart-Contract-Plattform ein zweistelliges Tagesplus und notiert 10,8 Prozentpunkt über dem gestrigen Niveau. Insgesamt zeichnet sich bei den Top-10-Coins damit ein erwartet bullishes Bild: Durch die Bank druckt der Sektor heute grüne Kerzen.

Eine grüne Spielwiese in Krypto-Land. Quelle: coin360.com/.

Bitcoin emanzipiert sich von der Politik

Man kann es nicht anders sagen: Eine derart schnelle Erholung von High Quality FUD wie der aus dem Reich der Mitte ist freilich ein bullishes Signal für den Sektor. Schließlich hatte China nicht nur Binnen-Exchanges das Geschäft mit Kryptowährungen untersagt, sondern richtet den Blick fortan auch auf ausländische Krypto-Unternehmen, die in dem Land Geschäfte machen wollen.


Doch nur kurz nach der Meldung wurde klar: So neu ist das Gebaren der chinesischen Führung eigentlich nicht. Bereits seit 2017 sind inländische Exchanges de facto verboten. Chinesische Krypto-Enthusiasten greifen seitdem ohnehin auf Börsen in Hongkong oder Taiwan zurück – VPNs machen’s möglich. Ähnlich wie beim chinesischen Mining-Verbot ist die Katze nun aus dem Sack und das Krypto-Ökosystem kann sich entsprechend neu ordnen.

Klar ist auch, dass die allgemeine Angst vor Regulation weitestgehend unbegründet ist. Sicher hat die Politik Einfluss auf das Fortschreiten der BTC-Adoptionskurve. Aber eben weniger als landläufig gedacht. Am Ende gilt: China kann Bitcoin nur einmal verbieten. Das Risiko eines Bitcoin-Investments ist am Freitag signifikant gesunken.


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