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Breaking Update: Chinesische Zentralbank verbietet Bitcoin-Transaktionen – wie geht es jetzt weiter?

Schock am Krypto-Markt: Die chinesische Zentralbank kündigt ein allumfassendes Verbot von Krypto-Transaktionen an. Wie ernst ist die Lage?

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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China

Beitragsbild: Shutterstock

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Am heutigen Freitag, dem 24. September, erreichte uns die Nachricht, dass die chinesische Zentralbank (PBOC) zum Rundumschlag gegen Bitcoin und Co. ausholt. Wie Bloomberg zuerst berichtete, sollen künftig alle Transaktionen mit Krypto-Bezug illegal werden. Ferner will die Zentralbank auch inländische Exchanges dichtmachen sowie ausländischen Börsen den Zugang zum chinesischen Binnenmarkt verbieten.

“Die Erbringung von Dienstleistungen durch virtuelle Währungsbörsen im Ausland für in China ansässige Personen über das Internet ist ebenfalls eine illegale Finanzaktivität”, hießt es in dem PBOS-Statement.

Generell sollen Finanzinstitute künftig nicht mehr in der Lage sein, mit dem Krypto-Sektor zu interagieren. Damit stelle sich die Zentralbank hinter die Regierung des Landes, die bereits seit geraumer Zeit gegen private Kryptowährungen schießt.

Als Quelle nennt Bloomberg eine Fragestunde, die die Notenbank des Landes heute abgehalten hat. Im Zuge der News rutschten die bis dato eigentlich im Aufwärtstrend befindlichen Märkte südwärts. Bitcoin etwa verlor binnen einer Stunde rund 4,6 Prozent seines Wertes und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 43.351 US-Dollar. Ether (ETH), Cardano (ADA) und Binance Coin (BNB) wurden noch stärker abgewatscht und stürzen 7,1, 5,3 und 6,8 Prozent ab.

In regelmäßigen Abständen verunsichert das Reich der Mitte die Krypto-Märkte. Zuletzt verbot die chinesische Regierung quasi über Nacht das Mining – und sorgte so für die größte geopolitische Hashrate-Neuordnung in der Geschichte des digitalen Goldes.

Wie ernst ist die Lage?

Klar: Eine Meldung wie diese sorgt nicht eben für Beruhigung am Krypto-Markt. Dass BTC bei einer Hiobsbotschaft wie dieser aber bislang “nur” 4,6 Prozent seines Wertes verliert, lässt sich nur bullish interpretieren. Wenn der Markt ein Signal sendet, dann doch dieses: Selbst China vermag Bitcoin nicht den Garaus zu machen. Ähnlich wie beim Mining, das nach einer temporären Talsohle nun wieder obenauf ist, schadet China mit derlei drastischen Maßnahmen vor allem sich selbst.

Ferner ist die Nachrichtenlage zur Stunde noch recht dünn. So bleibt etwa abzuwarten, ob nur Finanzinstitute von dem Verbot betroffen sind, oder auch Peer-to-Peer-Transaktionen zwischen Krypto-Nutzer:innen künftig unter Strafe stehen werden. Denn die wären deutlich schwerer zu kontrollieren.

Update

Mittlerweile ist klar, dass die Nachrichtenlage doch weniger breaking ist, wie anfangs gedacht. Denn ein formales Bitcoin-Verbot besteht im Reich der Mitte bereits seit 2017. Neu ist lediglich, dass die chinesische Zentralbank auch nach auswärtigen Exchanges greift, die in dem Land Geschäfte machen. Die offizielle Pressemitteilung liest sich auch eher nach einer ad-Hoc-Lösung gegen drohende Verwerfungen aufgrund des Evergrande-Fiaskos. So heißt es etwa:

In letzter Zeit hat der Handel mit virtuellen Währungen stark zugenommen, wodurch die Wirtschafts- und Finanzordnung gestört wird, illegale und kriminelle Aktivitäten wie Glücksspiel, illegale Geldbeschaffung, Betrug, Pyramidensysteme und Geldwäsche gefördert werden und die Sicherheit des Eigentums der Menschen ernsthaft gefährdet wird.

Es scheint, als suche die chinesische Führung in Kryptowährungen einen Sündenbock für die Verwerfungen am Finanzmarkt.

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