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Celsius in der Krise Droht der Lending-Dienst zu überhitzen?

Schock im Krypto-Sektor: Einer der größten Lending-Dienste, Celsius, stoppt die Auszahlung von Kryptowährungen an privat verwaltete Wallets. Ist dies das Ende von Celsius?

David Scheider
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Qualmender Motor

Beitragsbild: Shutterstock

| Bei Celsius dampft es wegen massiver Liquiditätsprobleme gewaltig unter der Haube.

Wie BTC-ECHO bereits berichtete, hat Celsius massive Liquiditätsprobleme. In einem Blog-Beitrag vermeldet das Unternehmen als Reaktion “alle Abhebungen, Swaps und Überweisungen zwischen Konten [zu] pausieren”. Nun sind neue Details bekannt geworden.

So will Celsius Abhebungen auf private Wallets zwar unterbinden. Nutzerinnen und Nutzer verdienen aber weiterhin Rendite, sogenannte Rewards, auf ihre Krypto-Einlagen. Das Netzwerk wirbt immer wieder mit hohen Zinsen von bis zu 17 Prozent jährlich auf Krypto-Einlagen.

Fraglich ist allerdings, ob diese Zusagen angesichts der massiven Auszahlungswelle, die Celsius in den letzten Tagen erreicht hat, überhaupt zu gewährleisten sind. Hinzu kommen unbestätigte Berichte über großflächige Liquidierung vonseiten des Unternehmens. Wie etwa Watcher.Guru auf Twitter schreibt, habe Celsius im Vorfeld Krypto-Assets im Wert von 320 Millionen US-Dollar auf FTX verschoben.

Fraglich bleibt, ob das Unternehmen Assets verkauft und damit abermals Liquidität von der Plattform genommen hat. Eine entsprechende Anfrage von BTC-ECHO blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Sollten sich die Anschuldigungen jedoch bewahrheiten, wäre dies ein eindeutiges Alarmsignal.

CEL bricht ein

Auch der Celsius Network Token (CEL), der hauseigene Governance Token, stürzt im Zuge der News ins Bodenlose. Zu Redaktionsschluss notiert CEL 50 Prozent im Minus – und damit 97 Prozent unterhalb des Allzeithochs bei 8,01 USD.

Nexo: Konkurrenz unterbreitet Kauf-Angebot

In Reihen der Konkurrenz reibt man sich indes bereits die Hände. Nexo, ein direkter Mitbewerber, unterbreitet Celsius ein Angebot "bestimmte Assets, allen voran besicherte Darlehen und [...] Kundendaten" zu kaufen. Nach Inhalt eines entsprechenden "Letters of Intend", einer Absichtserklärung, die Nexo auf Twitter geteilt hat, sei man trotz der aktuellen Marktlage nicht in Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Celsius ist ein sogenannter Lending-Anbieter. Nutzerinnen und Nutzer können dort Kryptowährungen hinterlegen und dabei eine Art Zins, Reward genannt, verdienen. Diese Rewards können Lending-Dienste natürlich nur auszahlen, wenn sie hinreichend Liquidität erwirtschaften – etwa durch Zinseinnahmen von Darlehen, die das Unternehmen seinerseits gewährt. Lending-Dienste funktionieren also ähnlich wie Banken, nur eben ohne staatliche Sicherungsmechanismen wie Einlagenschutz oder Zentralbanken, die zur Not mit Liquidität aushelfen.

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