Blockchain soll Tracking in der Luft- und Raumfahrt erleichtern
Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Quelle: A missing aircraft engine shown from the rear via Shutterstock

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Mehrere hochrangige Luft- und Raumfahrtunternehmen beschäftigen sich derzeit mit der Distributed-Ledger-Technologie (DLT). So könnte eine Supply-Chain-Lösung das Tracking von Bauteilen übernehmen. Zu den Unternehmen gehören Moog, Rolls-Royce, Sabre, Airbus und die russische Fluggesellschaft S7 Group.

Die Distributed-Ledger-Technologie zeichnet sich u. a. durch ihre Unveränderlichkeit aus. Was einmal darin vermerkt ist, bleibt für immer in ihr eingeschrieben. Die Pharmaindustrie, das Unternehmen BASF, die Cointainer-Reederei Maersk und der Einzelhandelskonzern Walmart haben bereits die Vorteile von DLT für die Supply-Chain erkannt. Inzwischen zieht auch die Luft- und Raumfahrt nach – und das gleich mehrfach.

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Moog

Der US-amerikanische Anbieter von Flugsteuerungssystemen Moog arbeitet gemeinsam mit NCMS (Nationales Zentrum für Fertigungswissenschaften), Microsoft, Guardtime Federal, Identify3D und Siemens Product Lifecycle Management Software, Inc. an einem blockchain-betriebenen System namens VeriPart. Dieses soll 3D-gedruckte Bauteile authentifizieren und nachverfolgen können. Auf der Website des Unternehmens verspricht man sich von dieser Zusammenarbeit viel:

„Das Endergebnis der Zusammenarbeit zeigt das Potenzial für die zukünftige Wertschöpfung, indem Teile durch eine sichere verteilte Plattform und additive Fertigungstechnologien von der digitalen Welt in die physische Welt bewegt werden.“

Überdies erläutert George Small, Technology Chief bei Moog, gegenüber Reuters:

„Die Lösung ist in breitem Umfang auf Fertigwaren und damit verbundene Daten anwendbar, die in den Lieferketten vom Ursprung bis zur Auslieferung und in den Dienst verfolgt werden müssen“,

Rolls-Royce

Der Name Rolls-Royce wird vor allem mit schicken Limousinen assoziiert. Das Unternehmen ist aber auch der weltweit zweitgrößte Hersteller von Flugzeugtriebwerken. Gemeinsam mit Blockchain-Entwicklern erforscht Rolls-Royce ebenso die Technologie für die Lieferkette. Dabei ist das Ziel die Automatisierung von Datensätzen komplexer Produkte. Derzeit sei ein „erheblicher manueller Aufwand erforderlich“, um zu überprüfen, ob die Verwaltung fehlerfrei arbeitet.

Sabre

Das Reisetechnologieunternehmen Sabre Corporation bietet den größten globalen Distributionssystem-Service für Flugbuchungen in Nordamerika. Nun gab das Unternehmen bekannt, die Blockchain für verschiedene Anwendungsfälle, einschließlich dem Tracking von Komponenten, in Erwägung zu ziehen. Wie Philip Likens, Sabre Labs Director, betonte:

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„Es ist eine Situation, in der man keine ultraschnelle Technologie braucht, aber man muss darauf vertrauen können, was im Blockchain-Datensatz steckt.“

Laut Likens könne die DLT vor allem bei der Erfassung relevanter Daten hilfreich sein. So könnte man sowohl Hersteller als auch das Datum der Teileproduktion und -installation sicher speichern.

Airbus

Die Lieferkette steht auch bei Airbus im Fokus der Untersuchungen zur Blockchain. Dazu heißt es auf der Unternehmenswebsite:

„Die Lieferkette scheint für die Blockchain eine natürliche Ergänzung zu sein, denn es geht auch um eine Vertrauensbeziehung. Die Blockchain könnte die Nachverfolgung von Waren verbessern und zu einer Ergänzung für die Beschaffungssoftware von Lieferanten werden.“

S7 Group

Auch die russische Luftverkehrsgesellschaft S7 Group entwickelt eine Plattform zur Verfolgung von Flugzeugteilen mit Hilfe der Blockchain. Dabei soll diese Plattform alle Unternehmen verbinden, die ihre Teile im Auge behalten möchten, einschließlich Hersteller, Dienstleister und Fluggesellschaften.

Es ist schon auffällig, wie viele Unternehmen die Blockchain nach und nach für sich entdecken. Vermutlich sind wir aber auch einfach bereits an einem Punkt angekommen, an dem man sich zwangsläufig mit ihrer Technik beschäftigen muss, um nicht den Anschluss zu verlieren.

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