"Orange Pille" geschluckt Wie BlackRock-CEO Larry Fink Bitcoin-Fan wurde

Larry Fink hat seine Meinung geändert: Bitcoin ist wohl doch nicht so schlecht. Der BlackRock-CEO ist auf dem Weg ins Rabbit Hole. Ein Kommentar.

Dominic Döllel
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Bitcoin BlackRock Larry Fink

Beitragsbild: Picture Alliance

| Larry Fink hat mit BlackRock noch viel vor

Larry Fink ist von Bitcoin überzeugt. Es sei ein internationaler Vermögenswert, erklärt der Chef des größten Vermögensverwalters der Welt. Ein Ritterschlag für die älteste Kryptowährung: Nach langen Jahren des Verrufs erkennt selbst die traditionelle Finanzbranche das Potenzial. Dabei war Larry Fink lange Zeit selbst großer Kritiker – und ist heute nur eine billige Kopie.

Das unvergleichliche Original: Der Unternehmer und Investor Michael Saylor. 2013 hielt er die Tage von Bitcoin noch für gezählt. Neun Jahre später steht er mit MicroStrategy stellvertretend für die institutionelle Bitcoin-Adoption im großen Stil. Auch der milliardenschwere Tech-Unternehmer Mark Cuban wollte in 2019 lieber Bananen als Bitcoin kaufen. “Ich möchte, dass Bitcoin noch viel weiter sinkt, damit ich mehr kaufen kann”, hofft er dagegen heute. Aus den Fehlern seiner Vorgänger hat Larry Fink gelernt – besser spät als nie.

BlackRock-CEO: Vom Kritiker zum Bitcoiner?

Denn: Der BlackRock-CEO war nicht immer von Bitcoin überzeugt. 2017 verlautete Fink noch großspurig: “Bitcoin zeigt lediglich, wie groß die Nachfrage nach Geldwäsche auf der Welt ist.” Bis der gelernte Banker zur Einsicht kam, dauert es ganze drei Jahre. Bitcoin könne die Vormachtstellung des US-Dollars gefährden, heißt es in 2020. Mittlerweile – wieder drei Jahre später – sieht Fink Bitcoin als digitales Gold.

In einem Interview mit Fox Business verteidigt der 70-Jährige sogar die Blockchain-Technologie. “Die zugrunde liegende Technologie ist fantastisch. Die Blockchain hilft dabei, die Prozesse von Transaktionen zu beschleunigen. Wenn wir eine reine Blockchain haben und wissen, wer Käufer und Verkäufer sind, brauchen wir keine Intermediäre mehr”, so Fink. Für den Chef des größten Finanzintermediärs der Welt eine waghalsige These.

Ab ins Rabbit Hole

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Larry Fink steht nicht alleine da. Allmählich durchläuft die Finanzbranche einen ideologischen Wandel. Galten Kryptowährungen vor einigen Jahren noch als Klimakiller oder Drogengeld, honoriert man heutzutage zahlreiche Potenziale von Bitcoin und Co. Sicher ist: Unter der Führung von Fink hat BlackRock das Interesse der institutionellen Investoren an Bitcoin bemerkt. Nun will man den Markt erschließen – mit dem jüngst eingereichten Bitcoin-Spot-ETF.

Podcast

Der Antrag überraschte. Nicht nur die konkurrierenden Vermögensverwalter, die in bester FOMO-Manier ebenfalls Anträge einreichten. Auch Bitcoin selbst reagierte sprunghaft auf die bullishen Neuigkeiten – und kletterte über 30.000 US-Dollar. Fest steht: Larry Fink steht mit BlackRock erst am Anfang einer endlosen Reise – hinein in das Bitcoin Rabbit Hole.

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