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Bitcoin Mixer: Nur 11 Prozent der Coins für illegale Aktivitäten genutzt

Nach Inhalt eines Webinars, das die Blockchain-Analysefirma Chainalysis gehalten hat, missbrauchen Nutzer Bitcoin Mixer nur in seltenen Fällen, um illegale Geschäfte zu kaschieren. Nur durchschnittlich elf Prozent des Mixing-Bestands stamme demnach aus illegalen Aktivitäten wie dem Darknet-Handel.

David Scheider
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Mixer (Symbolbild)

Beitragsbild: Shutterstock

Bitcoin Mixer stellen die Behörden vor Schwierigkeiten. Einerseits sollte der Ruf nach Privatsphäre in liberalen Demokratien bei Entscheidungsträgern nicht auf taube Ohren stoßen. Andererseits machen Bitcoin Mixer wie Bestmixer das Aufklären von Straftaten wie dem illegalen Darknet-Handel schwierig bis unmöglich.

Denn ohne das Mischen von Coins durch Dienste wie Wasabi oder Samurai ist Bitcoin nicht anonym, sondern pseudonym. Ermittler können alle Zahlungsvorgänge auf der Blockchain transparent einsehen. Sobald eine Verbindung zu Klarnamen in der analogen Welt besteht, wird aus Segen Fluch und alle Zahlungen – ob legaler oder illegaler Art – liegen offen.

Aus diesem Grund werden Mixer immer beliebter – zum Bedauern der Behörden. Schließlich erlauben sie bei korrekter Handhabe, anonym BTC auszugeben und zu speichern. Um der angeblich überbordenden illegalen Nutzung von BTC Herr zu werden, geraten Bitcoin Mixer daher seit geraumer Zeit immer öfter ins Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden. So haben niederländische Behörden Bestmixer bereits am 24. Mai dieses Jahres abgeschaltet, wir berichteten.

Nur 2,7 Prozent stammen aus dem Darknet

Doch der Anteil der gemischten Coins ist nach Angaben der Blockchain-Analysefirma Chainalysis relativ gering. „Viele Menschen nutzen Mixer lediglich für persönliche Privatheit“, erklärt Hannah Curtis, Managerin bei Chainalysis. „Wir wissen aber, dass immer noch eine große Menge an illegalen Geldern auf Mixern landen“, heißt es weiter.

Um genau zu sein zeigen die Daten von Chainalysis, dass lediglich 8,1 Prozent der gemixten Satoshis aus Diebstählen stammen. Weitere 2,7 Prozent entstammten Darknet-Transfers. Zusammengefasst kommt man so auf lediglich knapp 11 Prozent gemixter Coins, die auf illegale Geschäftspraktiken zurückgehen. In diesem Lichte wirkt auch das Verbot von Bestmixer unverhältnismäßig.

Der überwiegende Teil stamme schlicht von Exchanges. Die Motive, BTC privat zu verwenden, können vielfältig sein. Solange Nutzer mit den Bitcoin jedoch keine illegalen Praktiken finanzieren, erscheint die Nutzung von Mixern und Tumblern legitim.

Bevor die niederländische FIOD Bestmixer.io abgeschaltet hat, mischte der Dienst über 27.000 Coins.

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