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FUD von gestern Bitcoin-Jahresrückblick 2021: Das dritte Quartal

China, PayPal und nochmal China: das dritte Quartal dieses Jahres stand unter dem Zeichen des Drachen. Nicht nur hatte China das Bitcoin Mining verboten, sondern sogar ein vollumfängliches Transaktionsverbot für Kryptowährungen erlassen.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin und China

Beitragsbild: Shutterstock

Das war ein Paukenschlag: Nachdem China im Juni dieses Jahres der dortigen Mining-Industrie quasi von einem Tag auf den anderen den Garaus gemacht hatte, folgte am 24. September ein sogenanntes Krypto-Transaktionsverbot.

Das heißt: Seit Ende September sind alle privaten Krypto-Transaktionen verboten. Verschärfend hinzu kommt noch ein Verbot für ausländische Exchanges, in China Geschäfte zu machen. Ausgesprochen hat das Verbot nicht etwa die chinesische Regierung, sondern die Zentralbank des Landes PBOC.

Die Erbringung von Dienstleistungen durch virtuelle Währungsbörsen im Ausland für in China ansässige Personen über das Internet ist ebenfalls eine illegale Finanzaktivität,

hieß es in dem PBOS-Statement.

Doch das Verbot war allen Anscheins nach eine Nebelkerze, die von bestehenden Problemen in dem Land ablenken. So hatten Gerüchte um eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Immobilienkonzerns Evergrande sowohl das Land als auch die globalen Finanzmärkte massiv verunsichert. Ein Sündenbock war schnell gefunden: Kryptowährungen stören “die Wirtschafts- und Finanzordnung“, schrieb die chinesische Zentralbank.

Noch eindrücklicher wirken dürfte nur das Mining-Verbot in China. Denn seit Juni dieses Jahres ist das Proof-of-Work-gestützte Schürfen nach Kryptowährungen nicht mehr erlaubt. Der kurzfristige Einbruch der Hashrate im Netzwerk war so enorm, dass so mancher Marktbeobachter Angst vor möglichen Attacken auf das Netzwerk hatte.

Doch wie in der Grafik zu sehen ist, war der Rückgang nur temporär. Wieso das chinesische Mining-Verbot langfristig sogar positiv für Bitcoins Dezentralität sein kann, erklärt Sven Wagenknecht in seinem Kommentar.

Mining verlagert sich von Ost nach West

Dass das chinesische Mining-Verbot im Sommer dieses Jahres keinen nachhaltigen Einbruch der Netzwerksicherheit nach sich gezogen hatte, zeigt ein Blick auf die aktuelle Hashrate – denn die ist mit 197 EH/S auf Allzeithoch-Kurs. Profitiert hatte dabei vor allem eine Region: Nordamerika. Sowohl kanadische als auch amerikanische Mining-Unternehmen hatten in diesem Jahr massiv aufgerüstet. So manches Unternehmen debütierte sogar an der Börse.

Das kanadische Unternehmen HIVE Blockchain Ltd. etwa hatte im Juli dieses Jahres Mining Rigs für 66 Millionen US-Dollar erworben und seine Hashrate um 46 Prozent erhöht.

Britisches PayPal integriert Bitcoin

2020 hob PayPal mit seiner Integration in den USA von Bitcoin und Co. aus dem Covid-Crash, der BTC damals binnen eines Tages 35 Prozent seines Werts gekostet hatte. Mit dem Vereinigten Königreich ist seit Juli dieses Jahres ein zweites englischsprachiges Land an Bord. Wann die Integration auch hierzulande folgt, ist nach wie vor unklar.

Salvadorianer:innen gehen gegen Bitcoin-Gesetz auf die Straße

El Salvadors Präsident Nayib Bukele mag beliebt sein, doch nicht alles, was er anfasst, wird zu Gold. Das Bitcoin-Gesetz etwa musste einen etwas holprigen Start nehmen: Betrug um die versprochen 30 US-Dollar in Bitcoin, die jedem Chivo-Neuling zustanden, lagen etwa an der Tagesordnung. Dies und die hohe Volatilität der Kryptowährung bewogen so manche Menschen im Land dazu, im August gegen das Gesetz auf die Straße zu gehen. Dabei wurde auch ein Chivo ATM in Flammen gesetzt.

Wenn ihr wissen wollt, wie es weitergeht, schaut auch morgen bei uns vorbei – dann folgt Teil 4!

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