Geht es jetzt erst richtig los? Bitcoin-ETFs zeigen sich robust

Trotz stagnierendem BTC-Kurs beweisen die Bitcoin-ETFs erneut ihre Robustheit. Grayscale verliert, aber BlackRock ist auf dem Vormarsch.

Tobias Zander
Teilen

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Bitcoin-Kurs steigt im Zuge steigender Aktienmärkte deutlich an

Nach einem bescheidenen Wochenstart haben die amerikanischen Bitcoin-ETFs in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche wieder aufgedreht. Am Donnerstag und Freitag durften sich die Indexfonds über jeweils mehr als 200 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen freuen. Für die vergangene Woche belaufen sich die Gesamtnettozuflüsse nach Daten von Farside Investors damit auf 484,5 Millionen US-Dollar. Besonders stark zeigte sich der populäre Bitcoin-Trust von BlackRock (IBIT), welcher alleine beachtliche 811,2 Millionen US-Dollar hinzugewann. Unterdessen handelt BTC zu Redaktionsschluss bei 71.900 US-Dollar, ein Kursplus von 6,3 Prozent in den vergangen 48 Stunden.

Insgesamt halten die Bitcoin-ETFs nach Angaben von Dune bereits 834.600 BTC, was 4,24 Prozent des derzeit zirkulierenden Gesamtangebotes entspricht. Damit übertrumpfen die Bitcoin-Fonds und insbesondere das BlackRock-Produkt sämtliche Erwartungen, weshalb sich selbst Larry Fink als CEO des größten Vermögensverwalters der Welt “angenehm überrascht” zeigte. Eine Besonderheit gab es allerdings am Dienstag, als erstmals nicht der GBTC die höchsten täglichen Nettoabflüsse erlitt, sondern der ARK 21Shares Bitcoin ETF. Fast 88 Millionen US-Dollar flossen aus dem viertgrößten BTC-Spot-ETF der 2014 von Cathie Wood gegründeten US-Investmentgesellschaft Ark Invest.

BlackRock versus Grayscale – Flippening in Sicht

Dennoch war der Grayscale Bitcoin Trust mal wieder hauptverantwortlich für die Kapitalabflüsse. Einstmals als Vorreiterprodukt gestartet, büßte der GBTC in der vergangenen Woche 737,8 Millionen US-Dollar ein, sodass sein Marktanteil bei nur noch 39,1 Prozent liegt. Sollte Grayscale weiter in dieser Geschwindigkeit Bitcoin verlieren, dann wären die BTC-Bestände in wenigen Monaten vollständig aufgebraucht, wie BTC-ECHO berichtete. Die hohen Gebühren von 1,5 Prozent gelten als wichtigster Grund für die enormen Kapitalabflüsse des Grayscale-ETFs. Auch im Falle einer Verlangsamung der BTC-Verluste durch die in Aussicht gestellte Gebührensenkung scheint das “Flippening” nur noch eine Frage der Zeit.

Genauso kontinuierlich wie das Grayscale Produkt verliert, legt die Konkurrenz von BlackRock Woche für Woche zu. Der Abstand schmilzt dahin, inzwischen hält der IBIT schon über 257.200 Bitcoin und hat somit einen Marktanteil von 30,8 Prozent. Seit der SEC-Genehmigung am 11. Januar konnte BlackRock’s Bitcoin-ETF stolze 14,77 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnen. Sollte der IBIT weiter im gleichen Tempo wachsen und der GBTC ebenso schrumpfen, dann könnte es bereits Anfang Mai zum ETF-Flippening kommen. Alles deutet also darauf hin, dass die Wachablösung unmittelbar bevorsteht. Ob den ETFs dennoch vor dem Halving-Event die Luft ausgehen könnte, erfahrt ihr in diesem BTC-ECHO Artikel.

Bitcoin- & Krypto-Sparplan einrichten
Investiere regelmäßig in Bitcoin und profitiere langfristig vom Cost-Average-Effekt. Wir zeigen dir, wie das geht.
Sparplan anlegen