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Späte GerechtigkeitBitcoin-Diebstahl: Ehemaliger BitConnect-Promoter gesteht Schuld

Glenn Arcaro bekennt sich schuldig, bekommen ehemalige Bitconnect-Investoren (BCC) nun ihr Geld zurück?

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Mann unterschreibt Schuldgeständnis mit Handschellen im BitConnect Fall

Quelle: shutterstock

Glenn Arcaro, der ehemalige BitConnect-Hauptpromoter im US-amerikanischen Raum, hat sich schuldig bekannt. Nun muss er die 24 Millionen US-Dollar, die er durch ein Ponzi-Schema verdient hat, an die Betrogenen zurückzahlen. Das geht aus einem Bericht des amerikanischen Justizministeriums SEC (United States Securities and Exchange Commision) vom 01. September hervor. Darin werden die Fälle Satish Kumbanhi (Gründer) und Glenn Arcaro sowie Future Money Ltd. behandelt.

Wer ist Glenn Arcaro?

Glenn Arcaro ist ehemaliger Direktor und Hauptverantwortlicher für die BCC-Promoter in den USA. Dieses Unternehmen hat circa zwei Milliarden US-Dollar damit verdient, nicht registrierte Wertpapiere an Investoren zu verkaufen. Bei diesen “nicht registrierten Wertpapieren” handelt es sich um Investitionen in das Kreditprogramm von BitConnect. Einfacher ausgedrückt: um den Kauf der hauseigenen Kryptowährung BitConnect Coin (BCC). Die Gründer und Promoter dieser Kryptowährung zogen dabei ihre Profite aus den Investitionen mittels der Methode des Ponzi-Schemas.

Was ist bei BitConnect passiert?

BitConnect indes existierte von 2016 bis 2018. Das Geschäftsmodell sah vor, dass Nutzende ihre Bitcoins zunächst in BitConnect Coins umwandeln. Diese wurden dann angeblich clever und gewinnbringend angelegt. Dazu garantierte das Unternehmen ihren Nutzenden mittels “Volatilitässoftware” und “BitConnect Trading Bot” Renditen von bis zu 40 Prozent pro Monat. Dieses vermeintlich aussichtsreiche System zog eine große Anzahl an Investierenden an, sodass BitConnect 2018 zu einer der größten Kryptowährungen weltweit zählte.

Doch die Blase platze, denn die Versprechen ließen sich bei gestiegener Nachfrage nicht mehr auszahlen und die Website war bald nicht mehr zu erreichen. Innerhalb weniger Tage verlor der BCC-Kurs über 90 Prozent an Wert. Mehrere Regulierungsbehörden aus unterschiedlichen Nationen (wie Australien, Großbritannien und den USA) untersuchten den Fall und stellten den Skandal fest. Es ist bis heute unklar, ob die Software beziehungsweise der Bot jemals existiert hat. Folglich untersucht das amerikanische Justizministerium eine nicht näher bekannte Anzahl an Personen, die unterschiedliche Beziehungen zu dem Unternehmen hatten, an. Ihr Vorwurf ist der unrechtmäßige Wertpapierverkauf ohne ordnungsgemäße Zulassung.

Insgesamt hat das Unternehmen mit seinen Promotern 325.000 BTC verdient. Das waren zum damaligen Zeitpunkt circa zwei Milliarden US-Dollar.

Was passiert mit Glenn Arcaro?

Glenn Arcaro hat indessen gestanden. Er hat zugegeben, dass die betrügerische Vermarktung die Anlegenden bewusst in die Irre geführt hat. Er hat eingestanden, 15 Prozent pro Investition in das Kreditprogramm von BitConnect verdient zu haben. Zusätzlich erhielt er über einen versteckten Fonds, Anteile an der Gesamtheit an getätigten Investitionen. Nach eigener Aussage verdiente er so ca. 24 Millionen US-Dollar. Diese soll er nun vollständig an Betroffene zurückzahlen.

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