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Klage gegen BitMEX Bitcoin-Börse soll 540 Millionen US-Dollar zahlen

Die Forderung gegenüber Bitcoin-Börse BitMEX wurde erhöht. Arthur Hayes soll versprochene Gelder nicht zurückgezaht haben und verhalte sich zynisch.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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das gerichtsgebäude des superior court in kalifornien

Beitragsbild: Shutterstock

Arthur Hayes, Geschäfstführer der Bitcoin-Börse BitMex, soll Investoren getäuscht haben. Daher sieht er sich seit vergangenem Dezember einer Klage im US-Bundesstaat Kalifornien gegenüber.

Der Kläger Frank Amato und das Unternehmen RGB Coin LTD hatten im Jahr 2015 30.000 US-Dollar in die Bitcoin-Börse investiert. Damit sollte das Wachstum der damals noch jungen Exchange gefördert werden. Die Investoren erwarteten eine Rückzahlung von 50 Millionen US-Dollar, sollen sie jedoch nie erhalten haben. Für den entstandenen zusätzlichen finanziellen Schaden hatten die Kläger die Schadensersatzforderung bereits im Dezember vergangenen Jahres auf 300 Millionen US-Dollar erhöht.

Verantwortliche der Bitcoin-Börse „zynisch“

Wie aus einer öffentlich zugänglichen Anklageschrift hervorgeht, hat sich nun ein weiterer Kläger angeschlossen. Die Kläger haben die Gesamtsumme der Forderungen nun um ein weiteres auf 540 Millionen US-Dollar erhöht. Wie man dem Schriftstück weiter entnehmen kann, betont die Klägerseite, dass es sich hier um „konservative Schätzungen“ handele. Der tatsächliche Schaden könne demnach höher sein und sei im weiteren Gerichtsprozess zu bestimmen. In der Anklageschrift gegen die Bitcoin-Börse heißt es:

Die Investitionen der Kläger wurden gleich zu Beginn des Bestehens von BitMEX im Jahr 2015 getätigt, um den Beklagten zu helfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, als sie nur über wenige Ressourcen verfügten und keine anderen Quellen zur Verfügung hatten. Der Gründer und CEO der Beklagten […] Arthur Hayes hat die Kläger wiederholt aufgefordert, in die in Schwierigkeiten geratene digitale Exchange von BitMEX zu investieren. Er versprach, dass ihre Investition kurze Zeit später in Eigenkapital umgewandelt würde.

Auszug aus der Anklageschrift gegenüber BitMEX

Die Investitionen seien in den Aufbau der Infrastruktur sowie die Bezahlung von Software-Entwicklern geflossen. Aufgrund des hohen Risikos der Investition habe Hayes eine entsprechend hohe Prämie bei der Rückzahlung versprochen. Diese habe es jedoch nie gegeben. Geschäftsführer Arthur Hayes zeige sich demgegenüber jedoch unbeeindruckt und leugne jegliche Rechte auf Rückzahlungen.

Die Angeklagten verleugnen auf zynische Weise die Rechte der Kläger auf Rückzahlungen. Die Verantwortlichen bei BitMEX, vor allem der Angeklagte Hayes haben außerdem […] die Wertpapiergesetze verletzt [und damit] Dinge getan, die den Wert der Rechte der Kläger unterdrücken.

Von offizieller Seite hat es zu den Vorwürfen indessen keine Äußerungen gegeben, ein Gerichtstermin steht zu Redaktionsschluss noch aus.

BitMEX und die Sicherheit

Die BitcoinExchange war bereits vor der Klage in die Negativschlagzeilen geraten. So hatte es die Exchange versäumt, die Adressen ihrer Kunden in einer Rundmail korrekt zu verbergen. Dadurch war ein nicht unerhebliches Datenleck entstanden, bei dem Kundendaten an die Öffentlichkeit gelangt waren.

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